Förderprogramme ohne Erfolg: Frauen schneiden lieber Haare als Holz

Mädchen sollen Automechaniker, Schlosser oder Tischler werden, nicht Friseurin, Sekretärin oder Verkäuferin. Dieses feministische Ziel verschlingt sei Jahrzehnten Unsummen an Fördergeld. Jetzt wurde zwischenzeitlich einmal der Hahn zugedreht vom Unterrichtsministerium. Das Projekt "Frauen in die Technik" wird es daher im Jahr 2010 zum letzten Mal geben, berichtet die Wiener Zeitung.

Naturgemäß betrauert die Veranstalterin die Einstellung sehr, spricht von einer "Katastrophe" und einem "Kahlschlag bei Frauenförderungs-Programmen". Und die Sprecherin der Wiener Stadträtin für Integration, Frauenfragen, Konsumentenschutz und Personal (Was hat das alles mit dem Thema zu tun?), Sandra Frauenberger, beklagt gebetsmühlenartig die Präferenz der jungen Frauen für die traditionellen Berufe als Sekretärin, Verkäuferin oder Friseurin.

Wie sehr gebetsmühlenartig das alles tatsächlich ist, listet die Webseite Wien-Konkret in einem Artikel aus dem Oktober 2008 penibel auf. Schon 1980 erkannten gewerkschaftliche Frauenorganisationen diesen Umstand. Seither laufen Förderprogramme, die den Frauen die sogenannten Männerberufe schmackhaft machen sollen. Jahr für Jahr wird dafür Steuergeld verwendet, Jahr für Jahr stellt man mit steuerfinanzierten Studien fest: Es hilft nichts. Mädchen schneiden viel lieber Haare als Holz. Und das wird auch nach den nächsten hundert Girls Days nicht anders sein.

Dass nun einmal einer der vielen Initiativen die weitere Förderung versagt wurde, wird den emanzipatorischen Elan nicht bremsen. Findige Feministinnen werden mit neuen Projekten erneut Steuergeld an Land ziehen und weiter daran arbeiten, Frauen in ungewollte Berufe zu drängen. Denn das Anerkennen der unterschiedlichen Wünsche von Frauen und Männern ans Berufsleben käme einem Eingeständnis des Versagens gleich.

Foto zum Thema auf der Startseite entnommen von www.girlsday-ooe.at (Foto Wintersteiger).

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