EU: Abtreibung geht vor Adoption

Birgit KelleIn Ungarn, wo sich die Bevölkerung für eine Wende hin zur Tradition bekannt hat, sind die Ideale und Werte offenbar anders besetzt, als die EU es sich wünschen würde: Deshalb ist nun eine Plakatkampagne, die das Leben ungeborener Kinder durch Adoptionen retten möchte, ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Dass diese Kampagne mit Geld der EU finanziert wurde, ruft erbitterte Proteste hervor. Der Lebensschutz im Gegensatz zur Abtreibung ist offenbar nicht in der EU-Wertewelt verankert, vor allem selbsternannte Frauenrechtlerinnen gehen auf die Barrikaden und fordern lautstark die Entfernung moralischer Werte aus dem Umfeld des angeblichen "Rechts auf Abtreibung".

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Bloß haben die Frauenrechtlerinnen einen kleinen, aber entscheidenden Punkt ihrer Argumentation nicht sorgfältig genug überprüft: Ein "Recht auf Abtreibung" gibt es nicht, auch wenn zahlreiche Feministinnen dies auf UN-Ebene festgeschrieben sehen wollen. Selbst die Aktion "Amnesty International" schloss sich kürzlich dieser bizarren Ansicht an. In Ungarn speziell vertrat die angebliche Frauenlobby eine deutliche Meinung: Schwangere Frauen würden unter moralischen Druck gesetzt werden.

Birgit Kelle

Birgit Kelle

Die Journalistin Birgit Kelle deckt die Bestrebungen der EU gegen
den Schutz ungeborenen Lebens auf.
Foto: Unzensuriert.at

Nun fragt man sich doch, welche horrenden, unterdrückenden Forderungen auf dem Plakat abgebildet sind. Doch dieses ist – offenbar sehr zum Unmut der Feministinnen – in freundlicher, fast schon schwacher Position aus der Sicht des ungeborenen Kindes gestaltet. Man sieht ein Bild eines Fötus im Bauch der Mutter, daneben ist der Satz verfasst: "Ich kann vielleicht verstehen, dass du noch nicht bereit für mich bist. Aber denk noch einmal nach und gib mich zur Adoption frei. Lass mich leben!"

Birgit Kelle, deutsche Journalistin und Vorsitzende des Vereins Frau 2000plus, kritisiert die Europäische Union, die sich von einer familiengerechten Politik immer weiter entfernt, heftig: "Was ist das für eine Union, wenn es nicht mehr möglich sein soll, dass dafür geworben wird, ein Kind lieber zur Adoption frei zu geben, als es zu töten? Dürfen wir schwangere Mütter tatsächlich nicht mehr mit der Frage behelligen, ob es richtig ist, das Kind in ihrem Bauch töten zu lassen, oder ob es nicht vielleicht auch andere Lösungen geben kann?"

EU will Fördergeld für Kampagne zurück

Der Appell, ein Kind lieber einer liebenden kinderlosen Familie zu überlassen als es zu töten, scheint in erster Linie eine natürliche, humane Entscheidung zu sein, um Mütter in schwierigen Situationen vor einer im Affekt überstürzten Entscheidung über Leben und Tod zu bewahren. Doch mit den EU-Werten steht dies nicht im Einklang. Eine französische EU-Abgeordnete fordert, kein einziger europäischer Cent dürge gegen die Abtreibung – also für den Lebensschutz – ausgegeben werden. Sie sieht sich damit eines Sinnes mit der EU-Kommission, und tatsächlich wirft sich auch die Justit-Kommissarin in die Schlacht. Viviane Reding will nun prüfen lassen, ob man das Geld von Ungarn zurück verlangen kann.. Die Sichtweise der EU auf die Kinder ihrer Völker wird hier einmal mehr aufs Deutlichste offenbart.

Birgit Kelle im Interview mit dem Unzensuriert-Magazin

Im Anfang Juli erscheinenden Unzensuriert-Magazin legt Birgit Kelle ihre Vorstellungen von einer gerechten Familienpolitik dar und geht mit dem Feminismus hart ins Gericht, der familienorientierte Frauen heute diskriminiere.

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Inhaltsübersicht Unzensuriert-Magazin 2/2011

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