Häupls Trafiken-Tausender ist keine Lösung des Sicherheitsproblems

Es musste wieder einmal erst etwas geschehen, bevor etwas geschieht. Der tödliche Notwehr-Schuss eines überfallenen Wiener Trafikanten auf den Räuber hat die Rathaus-SPÖ und die Wiener Wirtschaftskammer ein wenig aus ihrem Dornröschenschlaf gerissen. Bürgermeister Häupl will jetzt den Einbau von Alarmanlagen in Trafiken mit 1000 Euro fördern lassen. Wirtschaftskammer-Obfrau Jank fordert die Ausweitung der Aktion auf weitere gefährdete Branchen wie Juweliere.

Rot und Schwarz nehmen sich damit endlich einer schon alten freiheitlichen Forderung an, die auch die Wiener Wirtschaftskammerwahl-Liste "FPÖ pro Mittelstand" vertritt. Allerdings ist die finanzielle Unterstützung der betroffenen Betriebe nur ein Teil eines Maßnahmenpakets, das für mehr Sicherheit notwendig wäre. Insbesondere wird verlangt, die Präsenz von Sicherheitsbehörden im Umfeld der Betriebe deutlich zu verstärken. Spitzenkandidatin Barbara Kappel verweist auf das deutsche Vorbild des Ordnungsamtes. Auch in Graz gibt es seit einiger Zeit eine sogenannte Ordnungswache, in Linz wurde die Einführung der Stadtwache beschlossen.

Bürgermeister Häupl betreibt auch in dieser Frage nur Oberflächenpolitik, ohne die Probleme bei der Wurzel zu packen. So ist auch sein Trafiken-Tausender nur eine Alibiaktion – genauso wie die Einführung diverser "Wachdienste", etwa für die Gemeindebauten oder die Mülltrennung.

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, unterstützen Sie bitte das Projekt unzensuriert mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Copy link