Vereinbarung wertlos: Tunesier landen weiter in Lampedusa

Lampedusa-FlüchtlingerDie Anlandungen von Tunesiern in Lampedusa gelten offiziell als abgeschlossen. Mit diesem "einzigartigen" Ergebnis prahlt jedenfalls die italienische Regierung, nachdem es eine diesbezügliche Vereinbarung mit den tunesischen Behörden gab und Italien im Gegenzug dafür eine massive "Regularisierung" der bereits in Italien aufhältigen illegalen Einwanderer zusagen musste. In Wahrheit hat dieser "Abschluss" jedoch nur sehr bedingte Wirkung, berichtet die französische Nachrichtenagentur Novopress.

Lampedusa-Flüchtlinger

Lampedusa-Flüchtlinger

Trotz Vereinbarung mit Tunesien landen weiter Immigranten auf Lampedusa.
Foto: noborder network / flickr (CC BY 2.0)

Massive Anlandungen von jeweils Hunderten von illegalen Einwanderern auf einmal finden nach wie vor aus Libyen statt und überfluten Italien vor allem mit Schwarzafrikanern, während Tunesier in kleineren Mengen, aber immer noch regelmäßig ankommen. Der einzige Unterschied bestehe darin, dass sie kleinere Boote als der lybische "Fährdienst" verwenden.

So erreichte erst am 4. Juli 2011 wieder ein Boot mit illegalen Einwanderern aus Tunesien die Insel Lampedusa. Laut Angaben der Küstenwache befanden sich 55 Passagiere an Bord, darunter zwei Frauen. Die letzte Anlandung war am vergangenen Samstag erfolgt, als ein Boot – dieses Mal aus Libyen kommend – mit 214 Passagieren, darunter 27 Frauen und 11 Kindern 30 Meilen vor der Küste "gerettet" worden war. Auffällig in allen Fällen ist der geringe Anteil von Frauen. Jedenfalls lasse sich eindeutig feststellen, dass einer Invasion nicht Herr zu werden sei, indem man bloß gesetzliche oder völkerrechtliche Regelungen treffe.

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