Republikanischer Club gegen feierliches Habsburg-Bergäbnis

BildDer „Republikanische Club“ kritisiert in einer Aussendung vom 12.Juli 2011 die Teilnahme des offiziellen Österreichs an den Trauerfeierlichkeiten für Dr. Otto Habsburg. So artikulierten die „Republikaner“ Verwunderung, „wenn höchste Amtsträger der Republik erklären, nicht als Privatpersonen, sondern in ihren öffentlichen Funktionen an der Beisetzung teilnehmen und dabei die Republik vertreten zu wollen, zumal der Verstorbene in der Republik Österreich keine öffentlichen Ämter und Funktionen ausgeübt hat“. Offensichtlich passt diesem Verein die Haltung des offiziellen Österreichs nicht, sich mit der Teilnahme an den Trauerfeierlichkeiten auch insgesamt vor der österreichischen Geschichte und der Rolle der Familie Habsburg zu verneigen.

Republikanisches Lebenszeichen?

 

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Otto Habsburg erzürnt dielinken Republikaner selbst nach seinem Tode.
Foto: Nvpswitzerland /  Wikimedia

Wer allerdings glaubt – auch ob der zahlreichen Zeitungen, die diese Kritik in ihre Berichterstattung aufnahmen -, hinter dem „Republikanischen Club“ stehe eine relevante gesellschaftspolitische Gruppe in Österreich, der wird enttäuscht. Wenn man sich die Webseite www.repclub.at ansieht, dann erkennt man, wes' Geistes diese Vereinigung ist. Was Republik bedeutet, wird hier stramm links interpretiert. Für den demokratischen Diskurs bleibt da kein Platz. Gegründet 1986 durch eine Gruppe linker Persönlichkeiten, ist diese Vereinigung ein steter Wegbegleiter, wenn es gilt, sich gegen echte demokratische und damit auch republikanische Initiativen in Österreich zu richten. Damit ist der Republikanische Club gerade kein republikanisches Lebenszeichen in unserer Republik. Und dies beweist dieser Klub einmal mehr auch in der aktuellen Diskussion.

Fünfte Kolonne der Waldheimgegner

Das erste Mal in der Öffentlichkeit trat der Republikanische Club im Zuge des Präsidentschaftswahlkampfes 1986 als Fünfte Kolonne der Waldheim-Gegner auf, indem er versuchte, ein demokratisch zustande gekommenes Wahlergebnis zu bekämpfen. In den Folgejahren wurde die Vereinigung dadurch bekannt, dass sie gegen die FPÖ als demokratische Partei und gegen ihre Wahlerfolge demonstrierte. Einen Höhepunkt fand dieser linke Aktionismus, als der Republikanische Club gegen die Bildung der ÖVP/FPÖ-Koalitionsregierung im Jahre 2000 federführend hetzte.

Linke Hetze am Heldenplatz

Das letzte Engagement in der Öffentlichkeit hatte der Republikanische Club am 8. Mai dieses Jahres, als man gemeinsam mit anderen linken Gruppierungen eine Veranstaltung am Heldenplatz durchführte, die einzig und allein der Hetze gegen ein Totengedenken von Studentenverbindungs-Mitgliedern, darunter auch einige FPÖ-Politiker, diente. Dass sich dieser Club politisch so eindeutig links produziert, verwundert umso weniger, wenn man sich die Funktionärsliste ansieht. Dort findet sich etwa Andrea Mautz (linke Ex-ÖH-Vorsitzende oder SPÖ-Bundesfrauensekretärin), Friedrun Huemer (Grüne Ex-Stadträtin Wien) und als Sprecher der Schriftsteller Doron Rabinovici, Dauergast und -redner bei Veranstaltungen gegen einen größer werdenden Teil der österreichischen Gesellschaft. Veranstaltungen des Clubs werden vom Bundesministerin für Frauen und Öffentlicher Dienst und von der MA 57 (Frauen) der Stadt Wien unterstützt. Dass eine Publikation des Republikanischen Clubs Von der Kunst der Nestbeschmutzung“ heißt, sagt vieles, wenn nicht alles über den Verein aus. Hier schließt sich auch der Kreis zum Engagement gegen die Habsburg-Trauerfeierlichkeiten.

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