Außenminister Spindelegger schädigt heimische Tourismuswirtschaft

 SüdafrikaDerzeit wird Europa täglich von hunderten illegalen Zuwanderern überschwemmt. Haupteinfallstore sind Spanien, Griechenland und Italien. Entweder stellen diese Leute nach bewährter Methode Asylanträge oder tauchen gleich in der Illegalität unter. Zudem gewährt Österreich Personen, die in unser Sozialsystem zuwandern, gerne Aufenthalt. Während für Wirtschaftsflüchtlinge die Tore Österreichs und der EU weit offen sind, wird es hierzulande Touristen, die legal einreisen und hier Geschäfte tätigen oder einfach nur Urlaub machen wollen, schwer gemacht, an ein Visum zu gelangen.

Der Tourismus ist in Österreich ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Viele ländliche Regionen könnten ohne die Einnahmen daraus heute nicht mehr existieren und wären von Abwanderung betroffen. Unzählige Arbeitsplätze hängen direkt und indirekt von diesem Wirtschaftszweig ab. Gleichzeitig ist der Tourismus in der Welt ein heiß umkämpfter Markt, in dem sich unsere Fremdenverkehrsbetriebe behaupten müssen. Schwierig wird es allerdings, wenn ein Antragsteller hunderte Kilometer reisen muss, um überhaupt eine österreichische Visaannahmestelle zu erreichen. Aus mehreren Staaten sind derartige Probleme bekannt.

Südafrika

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Ist Österreich für süafikanische Touristen bald wieder erreichbar?
Foto: Arpingstone / Wikimedia

Ein Beispiel, wie Außenminister Spindelegger die heimische Tourismuswirtschaft schädigt, ist das Land Südafrika. Über Jahre bauten Tourismusbetriebe gemeinsam mit örtlichen Reiseveranstaltern Österreich als Urlaubsdestination für wohlhabende Südafrikaner auf, und die Geschäfte liefen gut. Doch mit Inkrafttreten des neuen EU-Visa-Kodex änderte sich die Situation schlagartig. Danach mussten alle Antragsteller, auch Kinder, persönlich bei der Visaannahmestelle vorstellig werden. Doch während zum Beispiel Italien weiterhin unbürokratisch agierte, konnte man ein Österreich-Visum nach der Schließung eines Konsulates zuletzt nur noch in der österreichischen Botschaft in der Hauptstadt Pretoria beantragen und musste dort zumindest einen Tag warten, bis man sich das Visum abholen konnte. Für einen Südafrikaner, der im südlichen Teil des Landes wohnt, bedeutet dies, viel Zeit und Geld für eine Flugreise über 1300 Kilometer nach Pretoria nebst Aufenthaltskosten investieren zu müssen, um ein Visum für Österreich erhalten zu können. Daraufhin brachen zum Schaden österreichischer Fremdenverkehrsbetriebe die Buchungen für Österreich-Destinationen drastisch ein, wovon insbesondere Italien profitierte. Auch der Imageschaden Österreichs ist bereits enorm.

Erst die Bemühungen der Österreichischen Wirtschaftskammer und parlamentarische Anfragen freiheitlicher Abgeordneter, welche wiederholt auf den unhaltbaren Zustand aufmerksam machten, scheinen den Minister nun zu einem Umdenken bewogen zu haben. Spät aber doch kündigt er nun an, dezentral mehrere Visaannahmestellen einzurichten.

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