Umfragen: FPÖ bleibt vorn, ÖVP in der Hymnen-Krise

HC StracheWeiterhin auf Position eins liegt die FPÖ in den aktuell veröffentlichten Umfragen. Sowohl das Nachrichtenmagazin profil als auch die Tageszeitung Österreich sehen die Freiheitliche Partei bei 27 Prozent, würden aktuell Nationalratswahlen stattfinden. Damit liegen FPÖ und SPÖ gleichauf in der Wählergunst. Weiterhin abgeschlagen auf Platz drei findet sich die kleinere Regierungspartei ÖVP. Sie kommt auf lediglich 24 (Österreich) bzw. 23 (profil) Prozent. Dass die Volkspartei sich nach Kärnten und Wien nun auch auf Bundesebene dauerhaft mit dem dritten Platz im politischen Spektrum zufrieden geben wird müssen, verfestigt sich nunmehr.

Kanzlerfrage: HC Strache legt 3 Prozent zu

HC Strache

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Hat leicht lachen: Die FPÖ bleibt in Umfragen vorne, HC Strache
wollen immer mehr Österreicher als Bundeskanzler sehen.
Foto: FPÖ

Auch bei der Kanzlerfrage bauen die ÖVP und ihr Vorsitzender weiter ab. ÖVP-Bundesparteiobmann und Vizekanzler Michael Spindelegger verlor gegenüber dem Vormonat 4 Prozentpunkte. Genau umgekehrt auch hier der Trend bei der FPÖ. Gleich 3 Prozentpunkte legt nämlich der freiheitliche Bundesparteiobmann HC Strache zu. Damit steht der Zweikampf um das Amt des Bundeskanzlers zwischen Amtsinhaber Faymann und Herausforderer Strache bei der nächsten Nationalratwahl fest. Für dritte Kandidaten wie Spindelegger bleibt da nur noch ein ganz bescheidener Spielraum über.

ÖVP-Minusmänner Rauch, Kopf und Neugebauer

Wie wenig die „neue“ Spindelegger-ÖVP in den letzten Wochen Fuß fassen konnte, zeigt ein in den Salzburger Nachrichten veröffentlichter „Vertrauensindex“ den APA/OGM über ÖVP-Spitzenpolitiker erhoben haben. Mit negativen Werten von 33, 19 und 13 Prozent sind der Zweite Nationalratspräsident Fritz Neugebauer, ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf und ÖVP-Generalsekretär Hannes Rauch die drei Minusmänner der ÖVP. In dieses ungeliebte Schlusslichtertrio dringt nur die völlig abgemeldete Wiener ÖVP-Chefin Marek mit minus 17 Prozent Zustimmung ein.

Kollateralschaden Bundeshymne für ÖVP

Einen Kollateralschaden noch ungeahnten Ausmaßes hat sich die ÖVP mit der von ihrer Uraltmultifunktionärin Maria Rauch-Kallat losgetretenen Bundeshymnendebatte selbst zugefügt. Nicht weniger als 59 Prozent der Befragten sehen eine Beschädigung der ÖVP durch diese Debatte als gegeben. Und 72 Prozent lehnen die Änderung der Bundeshymne absolut ab. Dass bei dieser Diskussion Spindelegger und sein Parteimanagement vorschnell die absolute Kapitulation erklärt haben, hat nun die Identitätskrise im schwarzen Lager endgültig bis in die Kernwählerschichten hineingetragen. Und deren Zorn gegen den eigenen Parteiobmann ist deshalb unkontrollierbar.

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