Gleichberechtigung a la SPÖ: Dohnal-Birken in Männerparks

BildWas stellt die Wiener Stadtregierung auf Kosten der Steuerzahler noch alles an? Man(n) kann sich nur wundern, dass jetzt 23 Birkenbäume in 23 nach Männern benannten Parks zum Gedenken an die frühere Frauenministerin Johanna Dohnal gepflanzt wurden. Mit diesem Projekt, das die geringe Präsenz von Frauennamen im Stadtbild thematisieren soll, kassiert die Künstlerin Isabelle Kresse eine Menge Geld.

Haydnpark

Haydnpark

Der Haydnpark war wie 22 andere nach Männern benannte Parks
Ziel der angewandten SPÖ-Frauenpolitik.
Foto: Unzensuriert.at

Drei Frontfrauen der Sozialdemokratie, die Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, die Wiener Frauenstadträtin Sandra Frauenberger und die Bezirksvosteherin des 12. Wiener Bezirks, Meidling, Gabriele Votava, standen in der ersten Reihe, als dieser Tage im Haydnpark die erste dieser Birken gesetzt wurde. Dieser Meidlinger Park, der gleich neben dem stark befahrenen Gaudenzdorfer Gürtel liegt, entstand 1926 anstelle des aufgelassenen Hundsturmer Friedhofs. Seinen Namen erhielt er in Erinnerung an den Komponisten Joseph Haydn, der auf dem ehemaligen Friedhof beerdigt war. Aber: Haydn war eben ein Mann, was den emanzipierten Damen der Sozialdemokratie offenbar schon länger ein Dorn im Auge ist, doch erst die Künstlerin Isabelle Kresse wusste Rat, wie im Haydnpark Gleichberechtigung nach Art der SPÖ geschaffen werden kann. Jetzt steht, ziemlich einsam und unscheinbar, ein Bäumchen auf einem grünen Fleck, und davor ist einbetoniert in die Wiese zu lesen: Für Johanna Dohnal.

Baumpflanzung auch für Bruno-Kreisky-Park

Dohnal-Birken

Dohnal-Birken

Für die Dohnal-Birlen lassen die Bezirke
je 200 Euro springen.
Foto: Unzensuriert.at

Der Haydnpark in Meidling ist aber nicht die einzige Grünanlage, für die Heinisch-Hosek, Frauenberger und Votava Gleichberechtigung fordern. So eine Dohnal-Birke wurde in allen 23 Bezirken Wiens gepflanzt, zum Beispiel auch im Hermann-Gmeiner-Park im 1. Bezirk oder im Pfarrer-Mitschke-Park im 19. Bezirk. Sogar der Bruno-Kreisky-Park im 5. Bezirk blieb von diesem Vorhaben nicht verschont. Geld für diese Art von Kunst ist genug da, denn die Steuerzahler haben’s ja! Die Kosten für die Birken trugen die Bezirke zu je 200 Euro. Die Herstellungkosten der „Für Johanna Dohnal“-Taferl übernahm KÖR (Kunst im öffentlichen Raum) mit 5.000 Euro. KÖR wurde 2004 ins Leben gerufen und wird von den Ressorts Wohnbau und Stadtentwicklung finanziert. Wie viel das Frauenministerium und die Frauenabteilung der Stadt Wien, die sich pekuniär daran beteiligten, zuschossen, war nicht herauszufinden.

Frauenpolitik: Bäume pflanzen & Töchter-Streit

Dohnal-Tafel

Dohnal-Tafel

Gedenktafeln im Boden erinnern an die ehemalige Frauenministerin.
Foto: Unzensuriert.at

Mit dem Setzen von Birken in Parks, die nach Männern benannt sind, will Heinisch-Hosek, wie sie bei der Festrede im Haydnpark sagte, „die Frauenpolitik immer wieder neu erkämpfen“. Johanna Dohnal, so die Frauenministerin, präge bis heute die Politik und die Art, wie Männer und Frauen in Österreich miteinander leben. Da hat sie recht: Es gibt immer mehr Single-Haushalte, Familien sind durch falsch verstandene Politik zerstört worden, die Gesellschaft hat sich entsprechend diesem „Irrtum“ nicht zum Positiven geändert. Gleichzeitig nimmt der Emanzen-Wahn zu: Bei Postenausschreibungen, insbesonders bei öffentlichen Stellen, wird unmissverständlich mitgeteilt, dass bei gleicher Qualifikation weibliche Bewerber bevorzugt werden. Und man(n) wundert sich wieder, was das eigentlich mit dem Gleichheitsgrundsatz zu tun hat. Welch kuriose Auswirkungen Dohnals Frauenpolitik, die von den heutigen SPÖ-Frauen noch überflügelt wird, hat, beweist allein die aktuelle Diskussion über die österreichische Bundeshymne. Ginge es nach Heinisch-Hosek, Frauenberger und Votava, müssten die Männer vermutlich überhaupt gestrichen und durch Töchter ersetzt werden.

Während sich diese Frauen lieber auf Nebenschauplätzen profilieren wollen, bleibt die wirkliche Arbeit liegen: Statt Birken zu setzen und mit dem Zusatz „Töchter“ das Urheberrecht der Bundeshymne zu verletzen, sollten sie lieber dafür sorgen, dass Frauen bei gleicher Leistung auch das Gehalt von Männern bekommen. Da wäre anerkennungswürdige und nachhaltige Frauenpolitik. Im Gegensatz zu dem, was sie derzeit fabrizieren. 

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, unterstützen Sie bitte das Projekt unzensuriert mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Copy link