Auch AK warnt vor Fallen bei Handytarifen

Was Unzensuriert.at schon vor Wochen mit dem Unzensuriert-Handytest herausfand, bestätigt nun auch die Arbeiterkammer: In Mobilfunktarifen lauern oftmals Kostenfallen. Kaum einmal gibt es die für 0 Euro angepriesenen Endgeräte tatsächlich geschenkt, und dann nur wenn man teure Zusatzpakete bucht, die in der Wetbung nicht angepriesen werden.

Die AK rät daher, bei Vertragsabschluss auf das Kleingedruckte zu achten, und bietet im Internet einen Tarifrechner an. Das Problem dabei: Um zu einem brauchbaren Ergebnis zu kommen, muss man seine Telefongewohnheiten sehr genau kennen – und sollte sie danach auch nicht ändern. Und auch das Kleingedruckte in Form von Fußnoten zum Ergebnis des Tarifrechners ist nicht ohne – ein Vorwurf, der nicht der Arbeiterkammer zu machen ist, sondern ebenfalls den Mobilfunkunternehmen, die einen undurchdringlichen Tarifdschungel errichtet haben.

Schrimherrin der Mobilfunk-Konzerne ist hier die ÖVP. Sie lehnt es strikt ab, den Handbetreibern strengere Auflagen zu machen. Eine Konsequenz aus dem Unzensuriert-Handytest war ein Antrag des FPÖ-Konsumentensprechers Gerhard Deimek, der zumindest bei Angeboten für junge Leute die Betreiber zwingen sollte, Kostenkontrollen einzuführen und automatische Warnhinweise zu verschicken, wenn die im Tarif inkludierten Pakete verbraucht sind. Doch selbst dazu konnte sich die ÖVP nicht aufraffen.

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