Gender-Ideologie als Volkschulschulfach

Wenn die Berliner Taferlklassler nach dem Sommer erstmals die Schulbank drücken, sollen sie neben Rechnen und Schreiben nun auch „sexuelle Vielfalt“ erlernen. Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) startet eine Kampagne, die sich an Schüler unterschiedlichen Alters, aber auch Eltern und Lehrer richten soll.

Gastkommentar von Barbara Rosenkranz

Für die Kleinsten ist ein Unterrichts-Koffer mit 25 Bilderbüchern, einem Memory-Spiel und einer Audio-CD vorgesehen. Märchen und Erzählungen über das „ Anderssein“ sollen einen Beitrag dazu leisten, andere Formen des Zusammenlebens als die „klassische Vater-Mutter-Kind-Familie“ aufzuzeigen, so die Leiterin der offiziell beauftragten Initiative „Sexuelle Vielfalt“, Conny Kempe-Schälicke. Dargestellt werden in erster Linie Kinder, die in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften, oder anderen ungewöhnlichen Umständen aufwachsen.

Die Initiatorin ist sich sicher, dass sich auch bereits Volksschulkinder Gedanken darüber machen sollten, „wie es ist, wenn man nicht genau weiß, ob man männlich oder weiblich ist. Als Jugendliche können sie sich dann bewusst für eine sexuelle Identität entscheiden, so wie für eine Religion“. Kempe-Schälicke. sieht in der großen Beeinflussbarkeit von jungen Volksschulkindern eine Chance zur Ausbreitung der Gender-Ideen: „Das muss man Kindern in diesem frühen Alter beibringen, wenn sie gerade lernen, wie Gesellschaft funktioniert“.

Entwickelt hat den Bücher-Koffer die Gruppe „Queerformat“, ein Zusammenschluss zweier Berliner Vereine für „lesbische, schwule, bisexuelle und transgender Lebensweisen“. Die Vereinsmitglieder sind davon überzeugt, dass bereits Kleinkinder ihre Homo- oder Transsexualität spüren können. Aus diesem Grunde soll auch bereits ein entsprechender Koffer für die Kindergärten in Planung sein.

Unterrichtsbeispiele für schwule und lesbische Lebensweisen

Für ältere Schüler existiert bereits seit längerer Zeit eine Broschüre, die der Berliner Senat zusammen mit der Landesschulinstitut und diversen Medien herausgegeben hat. In dieser wird angeregt, im Unterricht das „Coming Out“ zu üben, oder pantomimisch Begriffe wie „Sado-Maso“ und „Orgasmus“ darzustellen. Ein Aufgabenvorschlag für den Unterricht in der Mittelstufe lautet etwa: „Du sitzt an der Theke einer Schwulenbar und könntest heute eigentlich einen hübschen Mann in deinem Bett gebrauchen. Ein Neuer betritt den Raum, den du eigentlich ganz schnuckelig findest. (Wie) ergreifst du deine Chance?“ Eine diesbezügliche Kleine Anfrage eines kritischen FDP-Abgeordneten beantwortete Bildungssenator Zöllner folgendermaßen: „Die in der Handreichung ‚Lesbische und schwule Lebensweisen’ beschriebenen Unterrichtsbeispiele sind in der Praxis erprobt und haben sich als für den Unterricht geeignet erwiesen. […] Mit der Formulierung ‚Du könntest heute einen hübschen Mann in deinem Bett gebrauchen’ ist von den Autoren ein schülernaher Sprachgebrauch aufgegriffen worden.“

Wer daraufhin einen Aufschrei der einst konservativen CDU erwartet hatte, sah sich enttäuscht. Der Bildungspolitische Sprecher der Berliner Christdemokraten, Sascha Steuer, hält die Unterrichtsinhalte für durchaus „kindgerecht“. Eines wird in dieser bedauerlichen Affäre aber erfreulicherweise klar: Gender Mainstreaming (GM) bedeutet nicht die Gleichberechtigung von Mann und Frau, sondern vielmehr das Ende der biologisch fundierten Geschlechter. GM strebt Gleichstellung aller sexuellen Lebensformen an. Auch wenn diese Ideen vielen Menschen als abstrus erscheinen, darf die Absurdität kein Anlass sein, sie als „harmlose Spinnerei“ abzutun. Der Zugriff auf unsere Kinder muss uns warnen: Man würde sonst ihre Wirkung gründlich unterschätzen.

Barbara Rosenkranz schreibt auf www.zurueckzurvernunft.at.

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