Polizisten-Attentäter dank Ungarn gefasst – beantragt er wieder Asyl?

Was für ein Glück, dass sich die Ungarn nicht so vorführen lassen wie wir Österreicher: Polizisten griffen an der Grenze zu Serbien einen Mann auf, der ihnen verdächtig erschien, nahmen ihn in Haft und stellten ein paar Tage später fest: Es handelt sich um den gesuchten Serben, der in Wien-Ottakring völlig unvermittelt einen Polizisten niedergeschossen haben soll.

Stellen wir uns die Sache einmal umgekehrt vor: Der Mann wird in Ungarn gesucht und geht zufällig auf der österreichischen Seite der Grenze ins Netz. Er ruft sofort "Asyl!" und wird nach Traiskirchen gebracht. Dort spaziert er seelenruhig aus dem Flüchtlingslager, weil man die Leute ja nicht einsperren kann.

Aber soweit wäre es gar nicht gekommen: In Ungarn nämlich hätte sicher kein Zuwanderer so lange bleiben dürfen, dass er fast zehn Jahre nach Beginn seiner kriminellen Laufbahn noch einen Polizisten niederschießen könnte. Die Behörden dort hätten nämlich nicht zugesehen, wie – so berichtet "Die Presse" –  so jemand einen Betrug begeht, dann einen Asylantrag stellt, eine Scheinehe eingeht, die auffliegt, und danach wieder einen Asylantrag stellt. Die Ungarn hätten ihn entweder eingesperrt oder abgeschoben. In Österreich hingegen wäre er – wenn er nicht geschossen hätte – wohl schön langsam ein Kandidat fürs humanitäre Bleiberecht. Einen Asylantrag wird er wohl auch so noch einmal stellen.

Die laschen Gesetze dieses Landes haben einen 27jährigen Familienvater beinahe das Leben gekostet. Vielleicht nehmen die verantwortlichen Politiker diese Tragödie wenigstens zum Anlass, die Asylgesetze zu verschärfen und solche Fälle von krassem Missbrauch durch Kriminelle abzustellen.

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