Im linken Eck sprießen die gewaltbereiten Gruppen

21. August 2011 - 9:43

DemonstrationEs herrscht Konjunktur im extrem linken Spektrum der österreichischen politischen Landschaft. Neben der Roten Antifaschistischen Aktion hat sich im ersten Halbjahr 2011 mit der Revolutionär-Kommunistischen Organisation zur Befreiung (RKOB) eine zweite Gruppe formiert, die dem längst von der Geschichte widerlegt geglaubten Bereich des Fundamentalkommunismus zuzuordnen ist. Abseits von der altbackenen KPÖ bilden sich hier gänzlich neue Gruppierungen, die auch vor Gewaltaufrufen und dem bewaffneten Kampf nicht zurückschrecken.

RKOB bezeichnet sich selbst als „Kampforganisation“

Demonstration

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Im linken Eck sprießen die gewaltbereiten Gruppen. Diese sind nicht nur
national vernetzt, sondern auch mit europäischen „Kampfpartnern“.
Foto: _dChris / flickr

Als Wahlspruch kommuniziert diese Gruppierung: „Keine Zukunft ohne Sozialismus! Kein Sozialismus ohne Revolution! Keine Revolution ohne revolutionäre Partei“. Die Revolutionär-Kommunistische Organisation zur Befreiung (RKOB) bezeichnet sich selbst ausdrücklich als Kampforganisation. So proklamiert sie in ihrem Gründungsaufruf etwa: „Die Revolution kann nicht friedlich vonstatten gehen, denn noch nie hat eine herrschende Klasse freiwillig auf ihre Macht verzichtet. Der Weg zur Befreiung verläuft über den bewaffneten Aufstand und den Bürgerkrieg gegen die KapitalistInnen.“

Netzwerkfunktion der RKOB in der äußersten Linken

Bei der Aufzählung der Aktionen, an denen die RKOB heuer bereits teilgenommen hat, wird unter anderem die Teilnahme an den 1. Mai-Feierlichkeiten genannt. Dabei wird insbesondere auf ein Aktionsbündnis mit anderen österreichischen, aber auch türkischen Linksaußenorganisationen hingewiesen, wie der Kommunistischen Initiative oder der Kommunistischen Föderation der Arbeiter und Studenten aus der Türkei in Österreich (ATIGF). Nicht nur in Wien, auch in Klagenfurt war die RKOB bei der 1.Mai-Feier der SPÖ dabei. Offensichtlich wird hier eine Netzwerkfunktion bis weit in den linken Flügel der SPÖ hinein wahrgenommen. Die Rote Antifaschistische Aktion wird ausdrücklich als „Kampfpartnerin“ genannt.

Adresse: Amerlinghaus, 1070 Wien

Nicht zufällig logiert die RKOB an einer prominenten Adresse: Stiftgasse 8, 1070 Wien, dem berüchtigten Amerlinghaus. Dort findet sich die RKOB ideologisch unter Ihresgleichen, haben dort etwa auch Organisationen wie SWI - Sozialistischer Widerstand International, Revolutionär Sozialistische Organisation (RSO), Linkswende oder LSR - Liga der Sozialistischen Revolution ihren Vereinssitz. Dass dieses Amerlinghaus als Hort der extremen Linken schon seit vielen Jahren von der MA 13 der SPÖ-geführten Wiener Stadtverwaltung subventioniert wird, und das nicht zu knapp, hängt wohl mit einer beiderseitigen Geistesnähe mit Marx und Engels zusammen.

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