Langweiliger ORF lagert dumme Fragen auf Bürger aus

Sommergespräch Die Serie der ORF-Sommergespräche ist nun – genauso wie der Sommer selbst – in die heiße Phase eingetreten. Konnten Josef Bucher und Eva Glawischnig für den Staatsfunk kaum Marktanteile sichern, so dürfte das gestern mit FPÖ-Obmann HC Strache ganz anders ausgesehen haben. Dennoch muss man all jenen, die bis zum Ende dabeiblieben, ein Kompliment für ihre Geduld machen, denn auch diese Sendung ist – wie alle Polit-Talks im ORF – ein Langweiler.

Sommergespräch

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Thurnher und Strache: Keine Freundschaft.
Foto: Screenshot tvthek.orf.at

Strache konterte souverän alle Versuche, ihn aufs Glatteis zu führen, die selbst anderen Medien zu viel waren. "Ein Problem des Gespräches war erneut, dass sehr viele Themen in die kurze Sendezeit gepackt wurden. Statt über Nitsch-Bilder zu sprechen, hätte man bei drängerenden Problemen mehr in die Tiefe gehen sollen", urteilt etwa Die Presse. Strache stellte gleich zu Beginn klar, dass ihn mit dem ORF keine Freundschaft verbindet und mit Moderatorin Ingrid Thurnher erst recht nicht. Diese Ansage ist in der Bevölkerung – unabhängig von ihrer politischen Einstellung – zweifellos mehrheitsfähig. Kritik am Sommer
 
Für die Moderatorin ist das Format ein angenehmer und vor allem sauberer Job, kann sie doch alle dummen Fragen, die sie in den letzten Jahren selbst hätte stellen müssen, auf geltungssüchtige Bürger delegieren, die auch kräftig ins Fettnäpfchen langen. Ein erfolgreicher Inskribient aus Graz attestierte Strache Bildungsferne in einer Art, die erkennen ließ, dass es Studenten gibt, die schon aus der bloßen körperlichen Anwesenheit in einem Hörsaal heraus einen Standesdünkel entwickeln, der mit der Einführung des freien Hochschulzugangs offenbar zu Unrecht vergessen geglaubt war.

Angst vor Stau und Roaming-Gebühr, aber nicht vor der Euro-Krise
 
Nicht weniger herzig die junge Dame aus dem Burgenland, die sich über Staus auf dem Weg in den Sommerurlaub und hohe Roaming-Gebühren sorgte, wenn Österreich aus der EU austreten sollte. Liebe Frau: Wenn wir tatsächlich einmal aus der EU austreten, können Sie davon ausgehen, dass der Zwangs-Euro unsere Wirtschaft derartig ruiniert hat, dass Sie – wie auch die meisten anderen Bürger –  sich keinen Urlaub mehr leisten können und es Ihnen daher völlig egal sein kann, wie viele Autos an der Grenze stehen und wie viel man im Ausland fürs Telefonieren bezahlt. Seien Sie froh, wenn Sie überhaupt noch ein Handy haben!

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