9/11 – George Bushs Krieg gegen den Terror

US Kampfpanzer10 Jahre währt der "Krieg gegen den Terror " bereits, den George Bush in seiner Rede vor dem Kongress am 20. September 2001 als Reaktion auf die Anschläge des 11. September proklamiert hatte. Die Terrororganisation Al-Qaida und der aus reichem Haus stammende Osama Bin Laden wurden schnell als Drahtzieher der Anschläge ausgemacht und gnadenlos verfolgt. Zehntausende Menschen fielen seither dem Kreuzzug der USA gegen vermutete und tatsächliche Feinde zum Opfer.

Krieg in Afghanistan

Erste Station war im Oktober 2001 Afghanistan. Die USA und ihre Verbündeten verfolgten dabei das Ziel, die seit 1996 herrschenden radikal-islamischen Taliban zu stürzen und die  Al-Qaida in ihrem vermuteten Rückzugsgebiet vor Ort zu bekämpfen. Im November und Dezember 2001 wurden die wichtigsten Städte des Landes, darunter die Hauptstadt Kabul eingenommen und anschließend eine Übergangsregierung eingesetzt. Zur Sicherung und Unterstützung des Wiederaufbaus befindet sich die mit UNO-Mandat ausgestattete International Security Assistance Force (ISAF) im Land. Seither führen die Taliban gegen die Zentralregierung und die internationale Einsatztruppe einen Guerillakrieg, der bis heute andauert. Alleine im Jahr 2010 erwuchsen den USA Kosten von rund 106 Milliarden Dollar.

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US Kampfpanzer

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Der Krieg gegen den Terror kostete über hunderttausend Menschen das Leben.
Foto: Shane A. Cuomo/US Department of Defenense

Krieg im Irak

Im März 2003 begann die Invasion des von Diktator Saddam Hussein regierten Irak. Unter dem Vorwand, er bedrohe mit Massenvernichtungswaffen die westliche Zivilisation und unterstütze die Terrororganisation Al-Qaida, sicherte sich Bush die Zustimmung des amerikanischen Volkes. Der gewaltigen Übermacht der "Koalition der Willigen" hatte die irakische Armee nicht viel entgegenzusetzen und so standen die US-Truppen schon am 15. Kriegstag vor den Toren Bagdads. Am 1. Mai 2003 erklärte George Bush die Kampfhandlungen für beendet, doch bis zum Abzug der US-Truppen sollten sieben Jahre vergehen. Schätzungen zufolge kamen in diesen Jahren rund 100.000 Zivilisten ums Leben. Laut einer Veröffentlichung des US-Kongresses kostete dieser Krieg die USA zirka 410 Milliarden Dollar.

Krieg gegen Al-Qaida

Weltweit führen die USA Krieg gegen die weitverzweigte Terrororganisation Al-Qaida. Gründer und bis zu seinem Tod deren Anführer war der aus Saudi Arabien stammende Osama bin Laden. Ihm werden neben anderen Terrorakten die Anschläge auf die US-Botschaften in Daressalam und Nairobi, die Bombenanschläge in Bali, Madrid und London sowie die Anschläge vom 11. September 2001 zur Last gelegt. Zehn Jahre lang war er der weltweit meistgesuchte Mensch bis er letztlich in der pakistanischen Stadt Abbottabad aufgespürt und am 2. Mai 2011 von Soldaten der US-Eliteeinheit Navy Seals in seinem Haus erschossen wurde. Zuletzt wurde am 22. August bei einem von der CIA durchgeführten Drohnenangriff ein weiteres Al-Qaida Führungsmitglied, Atiyah abd al-Rahman, getötet. Doch ungeachtet der Eliminierung der derzeitigen Führer und der Schwächung Al-Qaidas, wächst Berichten zu Folge in Somalia, dem Jemen und in den Maghreb-Staaten bereits eine neue Generation islamistischer Terroristen heran.

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