Grazer Stadtpark ist Hort der Kriminalität

BildZuletzt kam der Grazer Stadtpark durch Straftaten immer wieder in die Schlagzeilen. Die sich häufenden Kriminalitätsfälle führten sogar dazu, dass es im Zuge von Polizeieinsätzen zu Verletzungen von Exekutivbeamten gekommen ist. Zuletzt im Mai dieses Jahres, wo ein Polizist von einem laut Kronen Zeitung des Drogenhandels verdächtigen Afrikaner geschlagen und getreten und dadurch erheblich verletzt worden war. Dies war nicht der erste Fall mit Personenschaden auf Seiten der Exekutive.

Steirischer FPÖ-Abgeordneter Kunasek verlangte Aufklärung

 

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Die Idylle im Grazer Stadtpark ist trügerisch, wie die Polizeieinsätze zeigen.
Foto: wikimedia / gugganij / (CC BY-SA 3.0)

Der steirische FPÖ-Nationalratsabgeordnete Mario Kunasek nahm den Vorfall vom vergangen Mai als Grundlage einer parlamentarischen Anfrage an ÖVP-Innenministerin Johanna Mikl-Leitner. Kunasek wollte von der zuständigen Ressortministerin unter anderem wissen, wie viele Beamte bei diesem konkreten Einsatz vor Ort waren, wie der Einsatz abgelaufen ist und wie viele Einsätze überhaupt im Grazer Stadtpark in den letzten Jahren durchgeführt werden mussten.

Jeden dritten Tag ein Polizeieinsatz

Die Anfragebeantwortung belegt ein erschreckendes Resultat. Waren anlässlich des Vorfalls vom Mai 2011 nur zwei Polizisten im Einsatz gewesen waren, spricht die Gesamtstatistik Bände. So mussten in den letzten zweieinhalb Jahren nicht weniger als 330 Einsätze im Gebiet des Grazer Stadtparks in Sachen Kriminalitätsbekämpfung durchgeführt werden. Das bedeutet jeden dritten Tag einen Polizeieinsatz. Kostenpunkt dafür: 34.000 Euro, die unter anderem auch die Grazerinnen und Grazer für ihre Sicherheit berappen mussten. Dabei werden die Kosten jedoch sehr gering angesetzt: Der Einsatz vom Mai gegen den mutmaßlichen Drogendealer hat laut Mikl-Leitner nur 57,36 Euro gekostet.

Nach leichtem Rückgang 2010 wiederum Anstieg für 2011 erwartet

Im ersten Halbjahr 2011 gab es bereits 71 Polizeieinsätze, womit ein Anstieg gegenüber 2010 und ein Erreichen des Spitzenwertes von 2009 realistisch erscheint. Erhöhte Aufmerksamkeit scheint das zuständige Innenministerium der Sicherheitslage im Stadtpark allerdings nicht zu widmen, will es doch lediglich „entsprechend der jeweiligen Lageentwicklung geeignet scheinende Maßnahmen“ setzen.

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