Apples neues Spielzeug taugt nicht viel – ist aber ausbaufähig

Das neueste Produkt aus der Kultschmiede Apple wurde endlich öffentlich verkündet: Das iPad ist hier. Optisch hält es sich an den altbekannten Apple-Style, der durch absolute Integrität und Simplizität seine Freunde begeistert. Doch was steckt in dem Produkt? Kann es die Erwartungen der Jobs-Jünger erfüllen? Ist es ein Durchbruch in der multimedialen Welt oder nur ein weiteres überteuertes Spielzeug für den Ego-Boost?

Kaum dicker als ein Zentimeter, 9.7 Zoll Bildschirmdiagonale und mit Berührungssteuerung ausgestattet – Apple springt auf den Zug der Tablet-PCs auf. Im Gegensatz zu den bisher präsentierten Modellen, die die bereits wohlbekannte Stifttechnologie eines Grafiktablets implementieren, setzt das iPad auf die von Apple patentierte Technik MultiTouch. Diese ermöglicht es dem Gerät, mehrere Berührungspunkte auf einmal festzustellen und zu verarbeiten.

Die Potentiale sind gewaltig, die Funktionen lassen jedoch zu wünschen übrig. Trotz des definitiven Schritts Richtung PC erinnert das iPad nicht nur optisch, sondern auch funktional an seinen kleinen Bruder, das iPhone. Die beliebten iPhone-Apps sind nahtlos auf das iPad transferierbar – für andere Programme ist das Gerät aber nicht vorgesehen. Aufgrund dieser Anlehnung an das iPhone-Betriebssystem kann das iPad auch nur eine Anwendung auf einmal ausführen. Für seinen vorherbestimmten Zweck, das Internet-Surfen, eignet es sich auch nur bedingt, da die im Web dominante Technologie Flash nicht unterstützt wird. YouTube hat glücklicherweise eine eigene Applikation (was der Usability nicht unbedingt zuträglich ist), andere Flash-Anwendungen gehen unter.

Die Schlankheit des Gerätes führt desweiteren zum Mangel an Features. Dies ist zwar der Sinn der Sache, trotzdem ärgern sich Apple-Fans über das Fehlen der momentan in Mobilgeräten quasi standardmäßig vertretenen Kamera. Ebenso sind keine USB-Anschlüsse vorhanden, der einzige Anschluss ist der Dock-Connector der mobilen Apple-Geräte. Ein von der Industrie bereits sehnsüchtig erwartetes Bedürfnis nach Adaptern scheint auf jene User zuzukommen, die ihr iPad mit Geräten verbinden oder verbessern wollen.

Alles in allem scheint das iPad im Moment ein reiner Luxusartikel zu sein, mit dem sich die hartgesottenen Apple-Fans am ersten Verkaufstag ein weiteres Stück der Erfüllung ihrer Lebensphilosophie für einen horrenden Preis kaufen können. Es darf jedoch nicht vergessen werden, dass das iPad weiterentwickelt wird, und zu einem späteren Zeitpunkt eine fertig ausgefeilte Alternative zu den konventionellen Tablet-PCs darstellen könnte.

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