Familien bei traditioneller Rollenverteilung glücklicher

Die Familienpolitik Europas wird seit Jahren den wirtschaftlichen Bedürfnissen angepasst. Teil der Strategie – in Deutschland sogar erklärtes Ziel der Familienpolitik – ist hierbei, Mütter weg von der Betreuung ihrer Kinder hin zur Aktivität in der Wirtschaft zu holen. Dass Frauen, die das Leben als Vollzeitmutter gewählt haben, laut einer extensiven Familienstudie deutlich glücklicher sind als jene, die sich ihrer Karriere widmen, wird hierbei höchstens als Störfaktor berücksichtigt.

Während Männer laut der Studie der Roman-Herzog-Stiftung mit ihrem Leben zufriedener sind, wenn sie ins Erwerbsleben eingebunden sind, verhält es sich bei Frauen genau umgekehrt: Hier verursacht eine erhöhte Erwerbsbeteiligung tatsächlich eine Senkung der Zufriedenheit. Die Forscher zögern nicht, dieses Faktum auseinanderzunehmen: Dass Frauen durch den Kontakt mit ihren Kindern glücklicher sind, als wenn sie diese fremdbetreuen lassen müssen, um selbst zu arbeiten, hat laut ihrer Sicht der Dinge etwas mit den traditionellen Rollenvorstellungen zu tun, die schon längst aufgebrochen sein müssten.

Die Argumentation bezog sich bisher immer auf Mütter, doch auch in Familien ohne Kinder schlägt sich die Erwerbstätigkeit der Frau nicht positiv auf deren Zufriedenheit nieder: Der von den Feministinnen so oft beschworene Wille der Frau, die Arbeit zu ihrem Lebensinhalt zu machen, ist offenbar eine Farce: Selbst Frauen ohne Kinder sind, wenn sie überhaupt nicht arbeiten,  genauso glücklich wie ihre Geschlechtsgenossinen im Berufsleben. Sogar die Zufriedenheit der Männer wird laut der Studie von der Erwerbstätigkeit ihrer Frauen beeinflusst: Diese kommen gut damit zurecht, die Rolle des „Familienernährers“ zu erfüllen. Sind Kinder vorhanden, wird der Unterschied noch deutlicher: Väter werden signifikant unglücklicher, wenn die Rollen auf beide Eltern aufgeteilt werden, da die doppelte Belastung für Stress sorgt.

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