Bures installiert Vorgänger Einem bei Austro-Control

Nachdem das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie wegen der Inseratenaffäre aus der Ära Werner Faymann, Ostermayer und nun auch Bures, alle SPÖ, nicht mehr aus den Schlagzeilen kommt, hat die amtierende Verkehrsministerin Dores Bures nun eine weiteres Mal einen Akt der Parteipolitik gesetzt, diesmal in Form einer Personalbesetzung im Aufsichtsrat der Flugüberwachungsbehörde Austro-Control. So wurde der ehemalige SPÖ-Staatssekretär, Innenminister, Wissenschafts- und Verkehrsminister Caspar Einem nun überraschend zum Aufsichtsratsvorsitzenden der staatlichen Flugsicherungsbehörde Austro Control berufen.

Ex-Verkehrsminister wird Aufsichtsratsvorsitzender

Bisher hatte der erfolgreiche österreichische Unternehmer Gaston Glock den Aufsichtsratsvorsitz der Austro Control inne. Bereits im Juli 2011 wurde die Sektionsleitung der fusionierten Sektion Schiene und Straße durch die SPÖ-Parteigängerin Ursula Zechner besetzt. Dies wunderte sogar den lachsfarbenen Standard. Die langjährigen erfolgreichen Sektionschefs Peter Franzmayer und Gerhard Gürtlich mussten dafür den Hut nehmen. Nunmehr hat man auch auf der Ebene der Austro Control mit der SPÖ-Parteibuchwirtschaft fortgesetzt und ein Ex-SPÖ-Regierungsmitglied mit der Aufsichtsratsvorsitzendenfunktion belohnt.

Einem ist Lobbyist des Flugunternehmensverbandes

Caspar von Einem ist aber nicht nur ehemaliger SPÖ-Minister, sondern als Vorstandsmitglied der Jet Alliance selbst Flugunternehmer. Zudem ist er auch Lobbyist der im Jänner 2010 neugegründeten Austrian Business Aviation Association, eines Flugunternehmensverbandes, der sich als Lobbyinginstitution für diesen Verkehrsunternehmensbereich versteht.

Als Tatblatt-Unterstützer noch in unrühmlicher Erinnerung

Eine unrühmliche Rolle spielte Caspar Einem seinerzeit auch als Unterstützer des linksextremen Tatblattes – eine Affäre, die in seiner Zeit als Innenminister durch die Freiheitlichen aufgedeckt worden war. Aktuell will nun FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky in einer parlamentarischen Anfrage von der zuständigen Verkehrsministerin Bures wissen, was Einem – außer seiner politischen Herkunft und seiner Tätigkeit als Flugunternehmerlobbyist – noch als Qualifikation für den Aufsichtsratsvorsitz in der Austro-Control zu bieten hat.

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