Griechenrettung: „Da wird Feuer mit einem Ventilator gelöscht“

BildWährend die Spitze der Europapolitiker immer angestrengter versucht, die EU-Gesetze zu Gunsten des Rettungsschirmes zu biegen und zu brechen, erhöht sich der Widerstand in den Mitgliedsstaaten. Der Parlamentspräsident der Slowakei, Richard Sulík, möchte nun verhindern, dass sein Land die geplanten 3,3 Milliarden Euro in den Schirm investieren muss. Er sieht vorher, dass das Geld nie zurückkommen wird. In einem Interview mit dem Schweizer Tagesanzeiger stellt er einen treffenden Vergleich an: "Da wird Feuer mit einem Ventilator gelöscht."

 

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Sulík fordert Gerechtigkeit in der Eurozone.
(Screenshot des Dossiers)

Der promovierte Wirtschaftler Sulík hat daher ein 20-Seitiges Dossier herausgebracht, womit er nicht nur sein Land, sondern – durch eine deutsche Fassung – auch die Mitglieder des deutschen Bundestages auf den richtigen Weg bringen will. Obwohl seine Partei "Freiheit und Solidarität" die Eurozone befürwortet, besteht sie auf der Einhaltung deren eigener Regeln.

In dem Dossier kritisiert Sulik die absolute Weigerung Europas, die eigenen Regeln zum Aufbau einer Währungsunion durchzusetzen, was die Schuldenkrise überhaupt erst verursacht habe und auch heute noch zur Eskalation der Lage beiträgt. Er bezeichnet den Rettungsschirm als undemokratisch, entlarvt die so enthusiastisch propagierte "Bankenbeteiligung" als Farce und zeigt, dass der Euro-Rettungsfonds die Verschuldung der Staaten erst recht anregt.

Das Dossier in deutscher Sprache ist hier herunterzuladen!

Auch die so breitgetretene "Solidarität" ist in Wirklichkeit eine Maske, um die Gewinne der Gläubiger, also der Banken, guten Gewissens retten zu können. Ebenfalls gegen die Solidarität spricht, so Sulík, dass ein slowakischer Rentner gerade ein Drittel der Rente eines griechischen Pensionisten erhält – diesen aber dann durch Steuergeld auch noch unterstützen muss. Ebenso zerlegt der Parlamentspräsident genüsslich all die Teilargumente, weswegen jedes Land der Eurozone angeblich leiden würde, sollten die Griechen nicht gerettet werden. Zusammenfassend zeigt der Text auf, inwieweit die Eurokraten in ihre eigene Misswirtschaft verstrickt sind, und stellt sich Seite an Seite mit den Bürgern der Eurostaaten, die – im Gegensatz zu ihren Politkern – den Eurorettungsschirm ablehnen.

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