Islamische Inzucht und ihre Folgen

9. Oktober 2011 - 12:31

In der politisch weit links stehenden Berliner Tageszeitung taz behandelte deren türkischstämmige Redakteurin Çiğdem Akyol unter „Alles bleibt in der Familie“ ein weitgehendes Tabuthema: die gesundheitlichen Folgen islamischer Inzucht. Die früher hierzulande im Hochadel und in Bauerndörfern praktizierte Heirat zwischen Cousin und Cousine ist wieder modern geworden – durch muslimische Migration.

Ein weltweiter Kulminationspunkt für Verwandtenehen liege heutzutage im islamischen Nahen Osten, habe das australische „Centre for Comparative Genomics“ erhoben, genauer gesagt, dass dort mehr als die Hälfte der Ehen innerhalb der Familien geschlossen werden. Akyol zitiert einen Fachmann, der nicht namentlich aufscheinen will: „Oman ist ein Paradies für uns Humangenetiker. Die heiraten dort alle untereinander, es gibt die verrücktesten Krankheiten.“ Neben dem persönlichen Leid der direkt betroffenen Kinder und Eltern spielt in westlichen Gesellschaften natürlich auch die Inanspruchnahme des jetzt schon durch Überalterung und Arbeitslosigkeit schwer belasteten Sozialtopfes eine Rolle. Akyol beschreibt den Alltag einer türkischen Familie in Herne, deren drei Töchter durch inzuchtbedingte Erbkrankheiten schwer getroffen wurden: eine früh gestorben, eine schwerst behindert, eine zurückgeblieben. Letztere soll nach Plänen der Familien ebenfalls möglichst jung heiraten. Wen, bestimmen die Männer in der Familie. In der Türkei gelte immer noch das gängige Sprichwort „Gute Mädchen heiraten Verwandte, schlechte Mädchen gibt man einem Fremden“. Der relativ hohe Anteil an geistig und/oder körperlich beeinträchtigten Kindern werde in islamischer Tradition der Mutter angekreidet – diese habe schlechtes Blut oder während der Schwangerschaft heimlich geraucht und Alkohol getrunken.

Genetiker: „Die heiraten alle untereinander, es gibt die verrücktesten Krankheiten“

Durch Akyols Artikel wird klar, dass das Problembewusstsein in der türkischen Gemeinschaft sehr unterschiedlich ausgeprägt ist. Die Duisburger Sozialwissenschafterin Yasemin Yadigaroğlu verteilt Informationsmaterial vor Moscheen und hält Vorträge in Schulen, wo sie über die fatalen Folgen von Verwandtschaftsehen aufklärt. Schon 2005 startete sie eine Postkartenaktion mit Slogans wie „Kinder wünsche ich mir, aber nicht von meiner Cousine“ oder „Heirat ja, aber nicht meine Cousine“. Bei diesem Engagement ist Yadigaroğlu türkischerseits Verachtung bis Anfeindung gewohnt.

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