WUK: Kommunisten-Gründung seit 30 Jahren aktiv

WUKIn diesen Tagen und Wochen feiert das rot-grüne Wien den 30. Geburtstag des Wiener Werkstätten- und Kulturhauses im 9. Wiener Gemeindebezirk, kurz WUK genannt. Neben der Wiener Arena, dem Amerlinghaus und dem Ernst-Kirchweger-Haus ist das WUK in der Währinger Atraße 59 eine der zentralen Basisstationen für das äußerst linke Spektrum in der Wiener Gesellschafts- und Kulturpolitik. Dabei gibt es eine Aufgabenteilung, während im Ernst Kirchweger Haus die linksradikale Anarchoszene ihr Refugium hat, und im Amerlinghaus alle Schattierungen des Marxismus Zuflucht gefunden haben, ist das WUK als Werkstätten- und Kulturhaus dem linken kulturellen Überbau vorbehalten.

SPÖ suchte Betätigungsfelder für den linken Rand

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Das WUK wurde vor 30 Jahren von Kommunisten gergündet.
Foto: Clemens PFEIFFER / Wikimedia (CC BY 2.5)

Ende der siebziger Jahre hatte sich nach 35 Jahren sozialistischer Stadtverwaltung und knapp 10 Jahren roter Bildungs- und Kulturpolitik ein weitverzweigtes Aktivistennetzwerk aus kommunistischen Künstlern und Achtundsechzigern in Österreichs Hauptstadt gebildet. Die SPÖ, die ihre Mehrheiten auf Bundesebene mit Leihstimmen aus der Mitte und rechts davon für den amtierenden Bundeskanzler Bruno Kreisky zu sichern suchte, musste auch für den linken Rand ein Betätigungsfeld finden. Dies wollte man durch „selbstverwaltete“ linke Jugend- und Kulturzentren schaffen. Nach Arena und Amerlinghaus wurde dieses Konzept dann auch auf das Haus in der Währingerstraße angewandt.

WUK-Gründer ist der kommunistische Polizist Walter Hnat

Einer der Mitbegründer des WUK in der Währingerstraße war der aus der Arena-Bewegung kommende Walter Hnat. Er war schon in den dreißiger Jahren als jugendlicher Aktivist im Kommunistischen Jugendverband tätig. Nach 1945 trat in die damals im Wien durch die KPÖ wesentlich dominierte Polizei ein und machte dort Karriere. Parallel dazu engagierte er sich viele Jahre in der Freien Österreichischen Jugend und in der KPÖ. Die kommunistische Bezirksarbeit im 9. Wiener Gemeindebezirk war auch die Grundlage für die Mitbegründung dieses linken Zentrums. Ab 1982 leitete Hnat als Gründungsobmann das WUK. Anlässlich seines 81. Geburtstages wurde „Genosse“ Hnat 2011 von SPÖ-Vizebürgermeisterin Grete Laska sogar mit dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien ausgezeichnet.

WUK heute Basisstation für 130 linke Gruppierungen und Initiativen

Aktuell ist das WUK Basisstation für 130 Gruppierungen und Initiativen. Von Bildung über Kunst und Kultur bis hin zu MultiKulti wird hier alles unter einem Dach vereinigt und gefördert. So treten bei vielen Veranstaltungen des WUK die öffentlichen Stellen in großer Anzahl als Sponsoren auf, wie etwa Bundessozialamt, Europäischer Sozialfonds, AMS, Stadt Wien oder Wiener Arbeiterförderungsfonds (WAFF). Dabei hat die Radikalität der Vereine, die sich unter dem Mäntelchen des WUK vereinigten, deutlich zugenommen. So hat das zuletzt mit 1,3 Millionen Euro geförderte WUK in einer Kunst-Aktion Moslem-Frauen auf Plakaten in den Brunnen vor der Karlskirche urinieren lassen.


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