Faschistoide Zustände in den Wiener Kinderheimen

Oxonitsch Das Verhalten der Wiener Stadtregierung im ungeheuerlichen Kindesmissbrauchs-Verdachtsfall im Kinderheim am Wilhelminenberg wird immer mysteriöser. Der zuständige Stadtrat Christian Oxonitsch (SPÖ) war zu feig, in der ZiB2 Rede und Antwort zu stehen. ORF-Moderator Armin Wolf sagte, dass man Oxonitsch eingeladen habe, dieser aber absagte.

Oxonitsch

Oxonitsch

Wiens Kinderstadtrat Oxonitsch, im Bild mit
SP-Generalsekretärin Rudas  und dem Wiener SP-Klubobmann
Schicker (re.) bei einem angenehmen Termin.
Foto: In_Zu / flickr (CC BY-ND 2.0)

Oxonitsch traute sich nicht auf den Küniglberg und schickte sozusagen als Vertretung die Wiener Kinder- und Jugendanwältin Monika Pinterits zum Gespräch mit Armin Wolf. Die Dame nahm sich kein Blatt vor den Mund und sagte, dass in den Wiener Kinderheimen faschistoide Zustände herrschten, dass Gewalt bei den Erziehern System hatte. Oxonitsch hätte das wahrscheinlich nicht so offfen sagen können, als Parteisoldat der Sozialdemokraten und als roter Stadtrat in Wien. Denn zu dieser Zeit, als all diese schrecklichen Dinge passiert sein sollen, in den 1970er Jahren (davon weiß man jetzt zumindest), gab es in Wien eine SPÖ-Alleinregierung. Faschistoide Zustände in den städtischen Kinderheimen unter SPÖ-Führung? Undenkbar für einen braven Genossen.

Und dann sagte Monika Pinterits noch, dass in diesen Kinderheimen, wofür die Stadt Wien verantwortlich zeichnet, Erzieher ohne Ausbildung gearbeitet hätten. Erzieher sagte sie und nicht Erzieherinnen. Die Bösen sind im Gender-Mainstreaming immer die Männer. Aber gerade im Kinderheim, das sich bis 1977 im Schloß Wilhelminenberg befand, soll eine Erzieherin die schrecklichsten Dinge getan haben. Im Kurier-Interview wies sie die Vorwürfe zurück.

Für den sexuellen Missbrauch und andere Vorwürfe, die in diesem Ausmaß nicht vorstellbar sind, die Erzieherinnen und Erzieher der Stadt Wien zu verantworten haben (persönlich leider nicht, da die Fälle strafrechtlich verjährt sind), müssen wieder einmal die Steuerzahler herhalten. Den beiden Schwestern, die dem Kurier die schweren Missbrauchsvorwürfe schilderten, sind laut Pinterits 35.000 Euro Entschädigung angeboten worden. Ihr Anwalt fordert mehr. Üblich seien Zahlungen zwischen 5000 und 25.000 Euro, informierte Pinterits im ORF. Da kommt eine schöne Summe zusammen. Bis dato sollen sich mehr als 400 ehemalige Zöglinge gemeldet haben, die von Übergriffen betroffen Entschädigungszahlungen von der Stadt Wien fordern.

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