System der Nazis unter Führung der SPÖ

oxonitsch swobodaDie SPÖ tut sich sichtlich schwer bei der Aufarbeitung einer grauslichen Vergangenheit. Nach Bekanntwerden der Missbrauchsfälle im früheren Kinderheim der Stadt Wien im Schloß Wilhelminenberg sprach die Wiener Jugendanwältin Monika Pinterits von „faschistoiden Zuständen“ und der zuständige Stadtrat Christian Oxonitsch (SPÖ) von „einem Nazi-System, das nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges offenbar in den Kinderheimen weitergeführt wurde“.

oxonitsch swoboda

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Den Wiener Stadtrat Oxonitsch sieht man gern bei angenehmen Anlässen,
wie hier mit dem EU-Abgeordneten Hannes Swoboda. Als es um das
 Kinderheim des Grauens ging, ließ er sogar ein Interview in der ZiB2 platzen.
Foto: SPÖ Presse und Kommunikation / flickr  (CC BY-ND 2.0)

Nazi-System in den 1970er Jahren?Faschistoide Zustände unter einem SPÖ-Bürgermeister? Felix Slavik hatte das Amt von 1970 bis 1973 inne, Leopold Gratz von 1973 bis 1984. Glaubt man den Aussagen der heutigen Machthaber der SPÖ, so haben sowohl Slavik als auch Gratz ein Nazi-System und faschistoide Zustände zugelassen. Beide Politiker sind tot. Sie können sich gegen diese Vorwürfe nicht mehr zur Wehr setzen. Parteifreunde können ganz schön pietätlos sein.

Zweimalige Vertuschung durch SPÖ nachgewiesen

Sich an den Vorgängern abzuputzen, geht aber nicht so einfach. Bürgermeister Michael Häupl, der sich mit Äußerungen zu den angeblichen Serienvergewaltigungen im städtischen Kinderheim auffallend zurückhält und lieber seitenlange Interviews zur Finanzkrise gibt (wie in der Tageszeitung Heute), und der zuständige Stadtrat Christian Oxonitsch gerieten dennoch massiv unter Druck. Weil ihnen Vertuschung vorgeworfen wird. Wie Oxonitsch im Ö1-Mittagsjournal selbst bestätigte, habe er schon im Juli Kenntnis von den Verdachtsfällen gehabt. Aber weiter nichts unternommen, außer den Akt an die Staatsanwaltschaft zu übergeben. Das war bereits der zweite Versuch, die unangenehmen Vorkommnisse im Schloß über den Dächern von Wien zu vertuschen. Denn die verantwortlichen SPÖ-Politiker hätten schon längst tätig werden müssen, als ihre eigene SPÖ-Mandatarin Irmtraud Karlsson in den 1970er-Jahren auf die Missstände aufmerksam machte. Und zwar mit ihrem Bericht unter dem Titel „Verwaltete Kinder“.

Ein Riesenskandal der Wiener Sozialisten

Im Wiener Gemeinderat gab es deshalb eine ordentliche Schelte für die Roten. „Das Heim des Grauens ist ein Riesenskandal der Wiener Sozialisten“, sagte FPÖ-Klubchef Johann Gudenus. Er schlug vor zu prüfen, ob nicht Delikte wie Mord, Sklaverei oder sexueller Missbrauch vorliegen würden. Außerdem müsse man sicherstellen, dass solche Delikte in Zukunft nicht mehr verjähren könnten. Auch ÖVP-Gemeinderat Wolfgang Ulm zeigte sich überzeugt, dass die Stadt eine Schuld treffe. Oxonitsch weist zwar jede Schuld von sich, aber einmal unter Druck geraten, suchten die Sozialisten einen Ausweg aus dieser prekären Situation und so wurde ganz nach dem Motto „Wenn du nicht mehr weiter weißt, gründe einen Arbeitskreis“ eine Kommission zur Aufarbeitung der Missbrauchsvorwürfe im ehemaligen Kinderheim auf dem Wilhelminenberg gegründet. Dass Oxonitsch die Richterin Barbara Helige als Vorsitzende dieser Kommission bestellte, lässt neuerliche Kritik laut werden, gilt Helige doch als SPÖ-nahe. Unabhängigkeit sieht anders aus. Wer wirklich alles aufdecken will, nimmt doch keinen Prüfer aus dem eigenen Haus

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