ORF bejubelt „Graues Wölfchen“ als Integrations-Vorbild

Bei der jeden Sonntag am frühen Abend ausgestrahlten ORF-Sendung „Österreich-Bild“ war vor einer Woche das Landesstudio Wien an der Reihe. Es präsentierte den Redewettbewerb „Sag´s Multi“ für migrantische Schüler. Bei der Porträtierung eines Ausgezeichneten geizte dieser nicht mit Symbolen der Grauen Wölfe. So stellen sich offenbar der Staatsfunk und die Wettbewerbs-Veranstalter vom „Verein Wirtschaft für Integration“ Österreichs Zukunft vor.

Gerade einmal 200 Schüler hatten sich zu „Sag´s Multi“ gemeldet, wo sie vor Publikum in Deutsch und in ihrer Muttersprache über ihr Leben erzählen sollten. Einige der in verschiedenen Sparten Ausgezeichneten werden porträtiert. Ein kleiner Kroate im Stimmbruch poltert ins Mikrofon, dass er Bundespräsident werden möchte, um die „Diskriminierung der Ausländer in Österreich zu beenden“. Er darf sogar Heinz Fischer in der Hofburg besuchen, wo er intensiv gehätschelt wird. Die beiden Initiatoren des Vereins Wirtschaft für Integration, Georg Kraft-Kinz und Ali Rahimi, schwärmen am Rande der im Festsaal des Rathauses durchgeführten Prämierung, wie viel sie aus den Reden der Jungen gelernt hätten.

Der letzte der porträtierten Ausgezeichneten ist der 17-jährige Ali Şentürk. Dieser Name ließe eigentlich auf einiges schließen: Der  Vorname Ali wird in der Türkei primär von den ca. 20 Prozent Aleviten verwendet, die mit dem sunnitischen Islam wenig am Hut haben und über die Jahrhunderte dementsprechend rigoros verfolgt wurden. Auch der den Namen „Türk“ enthaltende Familienname gibt reichlich Raum für Vermutungen. Es ist so, wie der Chef der bundesdeutschen Grünen, Cem Özdemir, ein anatolischer Nichttürke, nämlich Tscherkesse, in seinem Buch „Die Türkei“ schreibt: „Es gibt eine ganz einfache Faustregel: Je türkischer der Name klingt, desto weniger ,echt türkisch‘ ist die Familiengeschichte.“ Dazu gehören dann solche 1934 von nationalistischen Beamten vergebenen wie Öztürk („echter Türke“) oder eben Şentürk („fröhlicher Türke“).

„Ohne Religion geht gar nix!“

Die folgenden TV-Minuten zeigen aber, dass es sich um eine national und religiös assimilierte Familie handeln dürfte, die nun eine 200-prozentige türkisch-sunnitische sein möchte. Im Wohnzimmer der Familie hängt ein Schlachtenbild mit drei Sichelmonden auf dem Banner, die das offizielle Parteilogo der Grauen Wölfe sind. „Ich bin ein echter Moslem, hamdullilah. [.] Ohne Religion geht gar nix!“ bekennt Ali. Dann sieht man ihn bei der Hochzeit eines 21-jährigen Cousins, der eine 18-Jährige heiratet. Bei den 800 Gästen sind die Türken rein unter sich. Bei seiner Hochzeit wolle er auch „Inländer“ einladen, sagt Ali. Unter sich sind sie auch im Fußballkäfig am Schöpfwerk. Ali trägt das Trikot der türkischen Nationalmannschaft. Die Burschen begrüßen einander nach Grau-Wolf-Manier (statt des in der Türkei unter Männern üblichen Wangenbussis lässt man die Schläfen einander berühren). Der österreichische Staatsbürger versteht nicht, wieso keine Österreicher mitspielen wollen. Aus seiner Sicht umso unverständlicher, wenn man medial als Vorbild gefeiert wird.

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