Mit Paranoia aus der Krise

So könnte das Motto der spanischen Wirtschaftspolitik lauten. Das Königreich hat eine Abteilung des Geheimdienstes damit beauftragt, eine angebliche Verschwörung gegen den Euro aufzudecken, berichtet "Die Presse".

Premier José Luis Rodriguez Zapatero, scheinbar mit Hang zu günstigstenfalls als „extrovertiert“ zu bezeichnenden Erklärungsversuchen, ist einer der wichtigsten Anhänger dieser zweifelhaften Theorie. Seinen Thesen zufolge würden sich angelsächsische Medien auf Spanien einschießen, um den Euro an der Flanke zu treffen. Eine Arbeitslosenrate von 20 Prozent und ausufernde Budgetdefizite sind demnach nicht Ergebnis verfehlter sowie völlig verantwortungsloser Wirtschaftspolitik, sondern Resultat ökonomischer Terroranschläge.

Als "Taliban“ der Finanzwelt wäre demnach die Financial Times zu bezeichnen. Infrastrukturminister und Vizepremier, Jose Blanco, sprach es aus: "Nichts, was auf der Welt passiert, auch die apokalyptischen Leitartikel einiger ausländischer Medien, ist zufällig oder unschuldig. Hinter allem steckt ein Ziel, eine Attacke gegen den Euro“.        

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