Uniqa mit 300 Millionen Griechenland-Minus

Geld Nun erfasst die Griechenlandkrise auch den österreichischen Finanzsektor. Der österreichische Versicherer Uniqa muss bedingt durch notleidende Engagements in Griechenland für das Geschäftsjahr 2011 einen Verlust von nicht weniger als 300 Millionen Euro verbuchen. Damit verabschiedet man sich von dem noch nach den ersten beiden Quartalen angestrebten ausgeglichenen Jahresergebnis für dieses Jahr. Grund dafür ist eine Neubewertung der griechischen Staatsanleihen, die sich im Anlageportfolio des Versicherungsunternehmens befinden.

Uniqa schreibt Griechenland-Engagement ab

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Die Uniqa-Versicherung macht heuer 300 Millionen Euro Verlust
Foto: Will Spaetzl / flickr (CC BY-NC-SA 2.0)

Aktuell hat die Uniqa griechische Staatsanleihen mit einem Nominale von rund 480 Millionen Euro im Portfolio. Auf Grund der laufenden Griechenlandkrise hat sich das österreichische Versicherungsunternehmen entschlossen, diese Staatsanleihen nicht nur auf den von Brüssel verordneten Wert von 50 Prozent abzuwerten, sondern sogar auf den tatsächlichen Marktwert von rund 35 Prozent. Diese radikale Abwertung des Staatsanleihenportfolios führt somit allein für 2011 zu einem Verlust von bis zu 300 Millionen Euro im Uniqa-Konzern. Nach einem Bericht des Branchenmagazins Versicherungsjournal verbleiben somit 173 Millionen Euro Griechenland-Engagement in den Büchern der Uniqa. Bereits in den ersten beiden Quartalen 2011 hatte die Uniqa den Bestand der griechischen Staatsanleihen um 58 Millionen abgewertet.

Andere Versicherungen weniger betroffen

Laut Versicherungsjournal sind andere Versicherungen bei der Reduzierung ihres Griechenland-Portfolios noch zurückhaltend. So wird die Generali dahingehend zitiert, dass diese ihr Engagement bereits 2010 und 2011 um 50 Prozent auf 40 Millionen abgewertet habe. Die Vienna Insurance Group hat ihr Portfolio ebenfalls um 20 Prozent abgewertet, für Griechenland um rund 8 Millionen Euro. Die Allianz wiederum hat das Investment in Griechische Staatsanleihen um 40 Prozent reduziert, das gesamte Engagement ist aber mit 20 Millionen Euro minimal.

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