Wien: Vassilakou plant weitere Abzocke der Autofahrer

BildDie leidgeprüften Autofahrer wissen es schon längst, doch die rot-grüne Stadtregierung bedurfte einer Studie, um festzustellen: „Wien ist dramatisch überparkt!“ Aufgrund dessen soll die bestehende Parkpickerlzone über den Gürtel hinaus erweitert werden. Ob es dann besser wird mit den Parkplätzen, ist fraglich. Fest steht aber: Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) darf sich über 50 Millionen Euro Mehreinnahmen freuen.

Parklücke

Parklücke

Wien fehlt es an Parkplätzen.
Foto: mkorsakov / flickr (CC BY-NC-SA 2.0)

Autofahrer können sich des Eindrucks nicht mehr erwehren, dass es der Grünen-Frontfrau nur noch ums Abzocken geht und nicht mehr um wirkliche Verbesserungen im Stadtverkehr. VP-Infrastruktursprecher Roman Stiftner bringt es auf den Punkt: „Wien braucht Angebote, aber keine Zwänge. Anstatt Hunderte Parkplätze mutwillig zu vernichten, müssen zusätzliche Stellplätze geschaffen werden.“ Entgegen dieser Aussage sieht Vassilakou überall dort,  wo es in Wien kein Parkpickerl gibt, Handlungsbedarf. Sie spricht von einer derzeit „dramatischen Überparkung“ in vielen Bezirken außerhalb des Gürtels.

Pickerl hat der Gastronomie geschadet

Das so genannte Parkpickerl, das jeden Autofahrer rund 180 Euro im Jahr kostet und berechtigt, sein Fahrzeug im Wohnbezirk abzustellen, gilt in den Bezirken 1 bis 9. Wer kein Pickerl besitzt, muss in der Zeit zwischen 9 und 22 Uhr einen Kurzparkschein ausfüllen. Dieses System hat zwar nicht dazu geführt, dass den Anrainern mehr Parkraum zur Verfügung steht, sondern dafür gesorgt, dass der Gastronomie die Kundschaft vertrieben wurde, dennoch glaubt Vassilakou, dass eine flächendeckende Einführung des Pickerls in den Bezirken 10 bis 19 zur Folge hätte, dass die Nachfrage nach Stellplätzen um 35 Prozent abnehme.
Durchschnittlich ein Viertel der untersuchten Parkflächen in der Bundeshauptstadt seien mit PKW verstellt, die kein Wiener Kennzeichen haben. Deshalb würden laut Vassilakou „alle Wege zum Parkpickerl führen“.

Dagegen bezeichnet FPÖ-Chef HC Strache die geplante Ausweitung des Parkpickerls als nächste Inkassoaktion, die den Wienern ins Haus stehe. Strache fordert wiederholt ein in ganz Wien gültiges kostenloses Parkpickerl mit einer einmaligen Bearbeitungsgebühr für alle, die in der Bundeshauptstadt gemeldet sind. Das Problem der Pendler sei damit in den Griff zu bekommen. Sie sollen ihre Autos in den Park&Ride-Anlage abstellen und mit vergünstigten Tickets die öffentlichen Verkehrsmittel benützen.

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