Studie: „Neue Rechte“ in sozialen Netzwerken

BildDie europaweite Tendenz zu traditionellen Werten erweckt langsam die Aufmerksamkeit vieler Forscher – der britische Think-Tank "Demos" hat nun eine Studie zum "digitalen Populismus" herausgegeben. Sie untersuchte, wie es um die Unterstützung der sogenannten "populistischen" (gemeint sind rechtskonservative) Parteien in den sozialen Netzwerken steht – mit teils überraschenden Ergebnissen. Bemerkenswert ist, dass die FPÖ in den 14 untersuchten Gruppierungen Europas bei weitem die stärkste Unterstützung genießt.

 

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Die Online-Aktivisten sind zumeist junge Menschen.
Foto: Ziko-C / wikimedia / (CC BY-SA 3.0)

Die Forscher sendeten Fragebögen an die "Fans" der Parteien auf Facebook aus, in denen neben den üblichen persönlichen Daten auch Bildung, Arbeitsverhältnisse, politische Motivation und Meinungen erfragt wurden. Die Ergebnisse wurden in einer 76 Seiten starken Veröffentlichung zusammengefasst, in Bälde werden auch Stellungnahmen zu den einzelnen Staaten nachgereicht.

Die FPÖ-Anhänger sind nicht nur die zahlenmäßig den Rechtswählern der anderen Länder überlegen. Auch in anderen Bereichen schneiden sie besser als der Durchschnitt ab, wie zum Beispiel in der Frauenquote (FPÖ: 31 %, Durchschnitt: 25 %) oder in der Beschäftigungsquote (FPÖ: mit 70 % führend, Durchschnitt: 54 %).

Auch mit vielen Vorurteilen über Rechtswähler Europas wurde überraschenderweise aufgeräumt: Hatten die Autoren der Studie offenbar bisher angenommen, dass die Parteien aus "Abneigung gegen Nichtmitglieder der ethnischen Gruppe" unterstützt werden, so wurden sie in der Studie belehrt, dass die Motive viel differenzierter sind. Viele bekennen sich zu den freiheitlichen westlichen Werten als Gegenposition zur Islamisierung. Auch die Ehrlichkeit und Integrität der "neuen Rechten" im Gegensatz zu den leeren Versprechungen anderer Parteien, ist zu einem Schlüsselfaktor geworden.

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