Kinder-Fremdbetreuung richtet mehr Schaden an, als sie nützt

BildEine von der US-Regierung in Auftrag gegebene Studie über die Betreuung von Kleinkindern brachte Erkenntnisse ans Licht, die oberflächlich deren wirtschaftlichen Vorteile betonen, bei näherer Betrachtung aber die desaströsen Auswirkungen der Fremdbetreuung zeigen. Das NICHD (National Institute of Child Health & Human Development) wird auf der ganzen Welt gerne als verlässliche Quelle aus der Forschung herangezogen, wenn es um Kinder und ihre Gesundheit und Erziehung geht.

 

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Die wichtige Mutter-Kind-Bindung kann durch Fremdbetreuung leiden.
Foto: Yihungkuo / wikimedia / (CC BY 3.0)

Grundsätzlich stellt die Studie fest, dass Kleinkinder bis zu vier Jahren durch Fremdbetreuung nicht unbedingt bessere kognitivere Fähigkeiten erlangen, jedoch entwickeln sie tendenziell mehr Verhaltensauffälligkeiten und werden öfter krank – selbst wenn man die kindergartentypischen Ansteckungskrankheiten außer Acht lässt. Auch die Beziehung zur Mutter wird durch die längere Dauer der Betreuung beeinträchtigt: Werden Kinder unter drei Jahren fremdbetreut, so zeigen ihre Mütter weniger Sensibilität im Umgang mit ihnen. Auch bei Kindern ab drei Jahren wird die Mutter-Kind-Beziehung durch die Anzahl der Fremdbetreuungsstunden beeinflusst – bei Kindern aus schwarzen und hispanischen Familien wird die Beziehung mit steigender Stundenanzahl besser, während die Familienbande bei weißen Kindern weiterhin verringert werden.

Dies ist insofern von hoher Bedeutung, als dass das Familienumfeld sich als ausschlaggebendster Faktor für die positive Entwicklung eines Kindes herausstellte. Die Kinderbetreuung betreffend konnten die Ergebnisse nur dann als der Entwicklung des Kindes zuträglich gewertet werden, wenn die Qualität der Betruungszentren hoch ist – ein Kriterium, dass in der österreichischen Familienpolitik leider nur allzu oft vernachlässigt wird.

Die positiven Effekte, die Betreuungszentren mit sich bringen können, beschränken sich vor allem auf Fertigkeiten, die auch für die spätere Ausbildung von Vorteil sind, wie die Kenntnis von Zahlen und Buchstaben. Grundlegende sprachliche oder kognitive Fähigkeiten, wie zum Beispiel die Schulreife, waren jedoch nicht von der Kinderbetreuung abhängig.

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