Wiener Stadthalle verspekuliert sich mit Türkischer Lira

Stadthalle FSchon wieder ein Opfer von Finanzgeschäften. Schon wieder ein stadtnaher Betrieb der Wiener SP-Regierung, der sich auf das gefährliche Parkett der Spekulanten begibt und Schiffbruch erleidet. Die Wiener Stadthalle, ein Betrieb der Wien Holding, setzte bei einem Leasingvertrag und bei so genannten Derivatgeschäften auf Schweizer Franken und Türkische Lira – und verlor bis dato schon zwei Millionen Euro.

Stadthalle F

Stadthalle F

Beim Bau der Stadthalle F haben sich die Verantwortlichen offenbar finanziell
übernommen. Der Leasingvertrag musste schon von 25 auf 30 Jahre Laufzeit
verlängert werden.
Foto: Unzensuriert.at

Beim Rechnen und bei Finanzgeschäften haben die Roten offenbar so ihre Probleme. Bitter wird es, wenn das Geld, mit dem die SPÖ-Politiker in die große Welt der Finanzgeschäfte einsteigen, dem Steuerzahler gehört. Bürgermeister Michael Häupl und Finanzstadträtin Renate Brauner machten es in Wien vor, wie man es nicht macht: Sie verzockten in nur zehn Jahren mehr als 1,7 Milliarden Euro mit Aktien, die sie durch den Verkauf der Bank Austria lukrierten. Jetzt hat der Prüfungsbericht des Kontrollamts mit der Zahl KA IV – GU 46-10/11 ein weiteres Verlustgeschäft öffentlich gemacht. Für die Errichtung der Halle F, die im Jänner 2006 fertiggestellt wurde, schloss die Stadthalle ein Immobilienleasing mit Restwert ab. Investitionsvolumen: 29,5 Millionen Euro.

Nun wollten die Verantwortlichen der Stadthalle besonders klug sein und das Zinsrisiko mit Derivatgeschäften senken. Verschiedene Experten wurden zur Beratung herangezogen und fürstlich entlohnt. Genützt hat es nicht viel, denn zum heutigen Zeitpunkt habe die Stadthalle damit bereits zwei Millionen Euro Miese gemacht, sagt Alfred Wansch, der für die Wiener Freiheitlichen im Kontrollamts-Ausschuss sitzt. Wansch bezeichnet solche Termingeschäfte als äußerst riskant: „Es ist nicht abzuschätzen, wie viel Geld die Stadthalle bei solchen Spekulationen noch verlieren wird.“

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