Serbisch-Orthodoxe freuen sich über geschenkte Kirche

Schoenborn Messe Was schenke ich heuer zu Weihnachten? Während sich die meisten Österreicher mit dieser Frage noch beschäftigen, hat Kardinal Christoph Schönborn bereits ein originelles Präsent für die serbisch-orthodoxen Christen in Wien gefunden: eine Kirche! Der Vatikan hat diesem – im wahrsten Sinne des Wortes – großen „Weihnachtsgeschenk“ jetzt zugestimmt.

Schoenborn Messe

Schoenborn Messe

Kardinal Christoph Schönborn hat zu viele Kirchen in Wien. Nun
schenkt er das Gotteshaus von Neulerchenfeld in Wien-Ottakring
den serbisch-orthodoxen Christen.
Foto: Ottovonhabsburg.org / flickr (CC BY-NC 2.0)

Schönborns Großzügigkeit hat mehrere Gründe: Es herrscht Priestermangel und für rund 750.000 Katholiken in Wien gibt es 172 Pfarrkirchen. Zu viele, meint man bei der Erzdiözese, weshalb schon seit längerer Zeit über Strukturreformen und Pfarrzusammenlegungen nachgedacht wird. Was dann mit den überflüssigen Kirchen werden soll, ist unklar. Ein Gotteshaus bekommt nun jedenfalls eine neue Gemeinde. Es ist die Kirche in Neulerchenfeld (Ottakring), die Kardinal Schönborn an die Serbisch-Orthodoxen übergeben hat. Als Geschenk. Denn diese 150.000 Christen umfassende Glaubensgemeinschaft in Wien hat nur drei Gotteshäuser. Jetzt vier.

Vatikan-Entscheidung nach monatelangem Streit

Schönborns Vorgehen entfachte einen monatelangen Streit. Denn die polnisch dominierte Pfarrgemeinde hat seit über einem Jahr mit Kräften gegen ein Verschenken „ihrer“ Kirche gekämpft. Es gab sogar eine Demonstration auf dem Stephansplatz. Und einen Rekurs in Rom gegen das Dekret des Kardinals. Der wurde jetzt zurückgewiesen und somit auch die letzte Hoffnung begraben, dass es nicht zur geplanten Zusammenlegung der Neulerchenfelder mit der in unmittelbarer Nachbarschaft gelegenen Pfarre Maria Namen kommen werde.

Lob für die Übergabe an die serbisch.orthodoxe Kirche und damit auch für die Entscheidung des Vatikan kommt von der Christlich-Freiheitlichen Plattform (CFP). "Das ist der richtige Weg der zwischenchristlichen Unterstützung", sagt Vizepräsidentin Petra Steger.


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