Langthalers ORF-Geschäfte widersprechen Corporate Governance

ORF-ZentrumUnzensuriert.at hatte die Ungereimtheiten rund um die 10-Jahres-Feier der Firma Brainbows und einen 30.000 Euro schweren ORF-Auftrag an die ehemalige grünen ORF-Stiftungsrätin Monika Langthaler aufgedeckt. Als auch FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl die Affären aufgriff und Massenmedien darüber berichteten, war die Aufregung groß in der grünen Fraktion rund um die selbsternannten „Chefaufdecker“ Gabriela Moser und Peter Pilz sowie den ehemaligen ORF-Kommunikationschef Pius Strobl. Wieder einmal wurde eine der Ihren dabei ertappt, wie sie ganz selbstverständlich beim rot-schwarzen Selbstbedienungsladen aus Beraterverträgen, Inseraten, Subventionen und Postenschacher mitgemacht hatte.

ORF-Stiftungsrätin nahm Studienauftrag und nutzte Studio gratis

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Die unentgeltliche Nutzung von ORF-Einrichtungen für das Brainbows-Video
schafft selbst für den linken Falter eine schiefe Optik.
Foto: Peter Gerstbach / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)

Besonders pikant ist die Sache deshalb, da die langjährige Nationalratsabgeordnete der Grünen und nunmehrige Lobbyistin mit eigener Firma Brainbows, Monika Langthaler, gleich zweimal hintereinander gegen das verstoßen hatte, was man in der modernen Unternehmensführung öffentlicher Betriebe als „Corporate Governance“ definiert. Denn dass ein Mitglied eines Kontrollorgan eines Unternehmens gleichzeitig Aufträge und Unternehmensleistungen ohne Beschlussfassung dieses Kontrollorganes in Anspruch nimmt, widerspricht den „Corporate Governance Regeln“ in Österreich unter Unterpunkt 44, Seite 31 ff in der Fassung von Jänner 2010 ganz klar. Im konkreten Fall gab es aber offensichtlich weder bei der Auftragsvergabe für eine Studie des ORF an Langthalers Firma noch bei der Nutzung des ORF-ZiB-Studios für das Jubiläumsvideo eine entsprechende Genehmigung.

Falter sieht schiefe Optik durch Nutzung von ORF-Einrichtungen

Selbst die linke Wiener Wochenzeitung Falter spricht in ihrer aktuellen Ausgabe 46/11 auf Seite 23 unter dem Titel „Grüner ORF“ ganz klar von „schiefer Optik“ im Zusammenhang mit dem Video, das von Langthalers Firma ohne die Entrichtung eines Nutzungsentgelts im ORF gedreht worden ist. Die Vorgangsweise sorgte also sogar in jenen Kreisen für Verwunderung, die ansonsten alles freudig aufnehmen, was aus dem Umfeld der Grün-Partei kommt.

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