Willi Mernyi: Bezahlter Linksaktivist im Kampf gegen die FPÖ

BildWo sind die Zeiten, als die Interessensvertretung Österreichischer Gewerkschaftsbund (ÖGB) noch von tatsächlichen Arbeitnehmervertretern geleitet worden ist? Eine lange Kette von Skandalen, von Innenminister und ÖBG-Präsident Franz Olah über Bautenminister Karl Sekanina, Arbeiterkammerpräsident Alois Rechberger bis hin zur Pleite der Bank für Arbeit und Wirtschaft und des Konsum haben nicht mehr viel übrig gelassen, von der einst so stolzen Organisation. Geblieben sind die Berufsaktivisten, die abgehoben von den tatsächlichen Arbeits- und Sozialwelten ihr eigenes linkes Süppchen kochen. Ein besonderes Beispiel ist Willi Mernyi, der gestern nicht umhin konnte, sich im Namen des Mauthausen Komitee an der von den Grünen eröffneten Hetzjagd auf den freiheitlichen Sozialsprecher Herbert Kickl zu beteiligen.

ÖGB-Berufsfunktionär und SPÖ-Parteimitglied

Willi Mernyi

Willi Mernyi

Willi Mernyi (rechts) mit dem Konditor, der wegen
der Anfertigung von Nazi-Torten internationales
Medienaufsehen erregt hatte.
Foto: Mauthausen Komitee Österreich

Es klingt schon fast nach Zentralkomitee, Politbüro und SED, wenn man die Funktionen und Berufsbezeichnungen von Willi Mernyi liest. Aber damit dürfte das SPÖ-Parteimitglied ideologisch keine Schwierigkeiten haben, ist er doch auch immer wieder Gast des KPÖ-Volksstimmefestes. Mernyis Berufsbezeichnung ist Referatsleiter für Organisation, Koordination und Service im ÖGB, Diese Funktion steht am vorläufigen Ende einer Berufsfunktionärskarriere, die Mernyi bereits im zarten Altern von 15 Jahren begonnen hatte. Mernyi, ursprünglich gelernter Starkstrommonteur war bisher Berufsschülervertreter (1983 bis 1987), Zentraljugendvertrauensrat (1985 bis 1988), Geschäftsführer der Jungen Kulturinitiative Österreichs(1988 bis 1993), Mitglied des Bundesjugendvorstand der Gewerkschaft der Privatangestellten (1989 bis 1995), Mitglied des Bundesjugendvorstandes des ÖGB (1991 bis 2000), Jugendsekretär des ÖGB (1991 bis 2000), Mitglied des ÖGB Bundesvorstandes (seit 1993), Mitglied des Präsidiums der Europäischen Gewerkschaftsjugend (1995 bis 1999), Mitglied des Zivildienstrates (1994), Mitglied der Hörer- und Sehervertretung bzw. des Publikumsrates im ORF (seit 1994), Leiter des Referates für Kampagnen, Projekte, Zielgruppen des ÖGB (seit 2000), Vorsitzender des "Mauthausen Komitee Österreichs" (seit 2000) sowie Leiter des neu geschaffenen Referates Organisation, Koordination, eher er im August 2011 die Leitung des neu geschaffenen Referats für Organisation, Koordination und Service im ÖGB übernahm.

Ehrenamt: Chefpolemiker gegen die FPÖ

Seit 2000 hat Mernyi beruflich offenbar endgültig seine Bestimmung gefunden. Ausgestattet mit einer Ausbildung zum NLP-Trainer und NLP-Coach kampagnisiert der umtriebige Gewerkschafter seit dem damaligen Amtsantritt der schwarz-blauen Regierung als Leiter des Referates für Kampagnen, Projekte und Zielgruppen gegen alles, was nicht lupenrein sozialistisch oder linksaußen ist. Zusätzliche Legitimation für seine Aktivitäten holte sich Mernyi durch die Bestellung zum „ehrenamtlichen“ Vorsitzenden des Mauthausen Komitees, hinter dessen Fassade sich seine politische Schlagseite gut verstecken lässt. Zuletzt wurde Mernyi politisch verhaltensauffällig, als er einen die Grünen vorsätzlich falsch wiedergegebenen Debattenbeitrag von FPÖ-Sozialsprecher Herbert Kickl zum Anlass nahm, wieder einmal die antifaschistische Keule zu schwingen.

Mernyis Expertise wird von Fachwelt in Zweifel gezogen

Dem passionierten 66er-Buick-Wildcat-Fahrer Willi Mernyi genügen offensichtlich Stichworte von ganz links außen, um pauschalierend gegen den politischen Gegner vorzugehen. Dass es mit der „antifaschistischen Expertise“ des Mauthausenkomitee-Vorsitzenden nicht weit her ist, belegen aber nicht nur seine aktuellen Beiträge zur jüngsten Parlamentsdiskussion. Auch die ganz und gar unverdächtigte „Österreichische Gesellschaft für Politikberatung und Politikentwicklung“ kritisiert das jüngste publizistische Werk Mernyis mit dem Titel „Rechtsextrem" als wenig inhaltsreich und meint dazu:
Zu kritisieren ist beispielsweise die stellenweise undifferenzierte Beschreibung der diversen Jugendkulturen,  die – und darauf liegt die Betonung – von Rechtsextremisten beeinflusst werden. Es entsteht manchmal der Eindruck, RechtsextremistInnen säßen überall und nur Teile der diversen Szenen benützten ähnliche Symbole und hätten andere Ansichten. Diese Darstellung ist aber, zumindest im Rahmen der Aufklärung, kontraproduktiv. Zudem ist der Preis von € 19,80 für eine 74 Seiten umfassende Broschüre zu hoch.

Bleibt die Frage, wie viel der Co Autor Willi Mernyi als Vorsitzender des Mauthausen Komitees davon bekommen hat, oder war es eine „ehrenamtliche Wortspende“?

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