Bundesheer-Angelobung: War das Gulasch wirklich „halal“?

Mitten im Ramadan, nach hiesigem Kalender im August, fühlte sich das Bundesheer bemüßigt, eine Angelobung von Rekruten auf dem Ottakringer Yppenplatz zu veranstalten. Nachdem dort in erster Linie mit türkischen Besuchern zu rechnen war, wurde in der Gulaschkanone diesmal „halal“ gekocht, also mit Fleisch von Tieren, die nach islamischem Ritus geschächtet worden waren.

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Ob das tatsächlich so war und den Muslimen nicht doch nach ihrer Betrachtung „unreines“ Fleisch aufgetischt wurde, ließ Verteidigungsminister Darabos in einer parlamentarischen Anfragebeantwortung offen. Der freiheitliche Tierschutzsprecher Bernhard Vock wies in seiner Anfrage darauf hin, dass das Tierschutzgesetz nach § 32 nur in bestimmten Ausnahmefällen die rituelle Schlachtung von Tieren erlaube und wollte von Darabos wissen, ob das verkochte Fleisch mittels Schächtung der Tiere gewonnen wurde. Der Minister ließ das jedoch offen und antwortete nur, dass die Frage keinen Gegenstand der Vollziehung betreffe. Die Herkunft des Fleisches ist damit ungeklärt.

Die Frage, ob die Gäste der Veranstaltung aufgeklärt worden seien, was „halal“ bedeute, verneinte der Minister. Das Halal-Gulasch – sofern es überhaupt eines war – sei „an die anwesenden Gäste ohne weiter Erklärung“ ausgegeben worden.

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