Gefälschte E-Mails: Rudas rücktrittsreif!

Es geht rund in der SPÖ-Zentrale in der Wiener Löwelstraße. Ein Wirtschaftsprüfer muss die Parteikassa sanieren, langjährige Mitarbeiter werden über Nacht gekündigt und jetzt auch noch das: Unter Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas sollen in der SPÖ-Zentrale Briefe gefälscht worden sein. Der inzwischen geschasste Heute-Chefredakteur Wolfgang Ainetter deckte den Skandal auf, der sich nun massiv ausweitet.

Stimmen alle diese ungeheuerlichen Vorwürfe, müsste Laura Rudas sofort ihren Sessel räumen, als Bundesgeschäftsführerin der SPÖ und als Abgeordnete zum Nationalrat zurücktreten. Selten zuvor gab es so einen unappetitlichen Skandal. Und diesen hat ausgerechnet die der SPÖ sonst nicht unfreundlich gesinnte Gratiszeitung Heute aufgedeckt.  Dessen Chefredakteur Wolfgang Ainetter nahm wenige Stunden später den Hut. Ein Zufall?

Der Skandal ist aber weit größer, als angenommen. Zumindest 393 E-Mails, die unter falschen Namen vermutlich von Mitarbeitern der Löwelstraße auf den Weg geschickt wurden, haben allein das Leserservice des Kurier in den vergangenen zwei  Jahren erreicht, meldet der Kurier und bringt auch gleich eine Erklärung der SPÖ:  Diese leiste sich einen einzige Internet-Anschluss nach „draußen“, sprich ins Netz. Deshalb würden 700 bis 800 Stellen in der Partei über die selbe IP-Adresse verfügen. Es sei daher unmöglich nachzuvollziehen, wer die falschen Faymann-Fan-Mails verfasst hat.

Laut Rudas bräuchte die SPÖ keine Jubel-Leserbriefe aus den eigenen Reihen. Das sei nicht „unsere Methode“. Allein man glaubt ihr nicht, weil der nun dokumentierte Aufwand dagegen spricht: Fast 400 E-Mails mit falschen Namen, Adressen und Telefonnummern? „Welcher Scherzbold tut sich das an?“, fragt sich nicht nur der Kurier.

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