Nächstes Rätsel: Ist Natascha Kampusch Mutter? | Unzensuriert.at

Nächstes Rätsel: Ist Natascha Kampusch Mutter?

30. November 2011 - 7:50

Für teils heftige Kritik von Vertretern der Regierungsparteien sorgte die Pressekonferenz von FPÖ-Obmann HC Strache zum Kriminalfall Natascha Kampusch. Während der ÖVP-Abgeordnete Amon für eine weitere nicht öffentliche Untersuchung im parlamentarischen Unterausschuss plädiert, unterstellt der sozialistische Justizsprecher Jarolim in einem Gespräch mit dem Standard Strache, rechtswidrig aus einem Akt zitiert zu haben und sich auf Kosten des Opfers zu profilieren.

Gemeinsam mit der FPÖ-Abgeordneten Dagmar Belakowitsch-Jenewein zeigte Strache bei besagter Pressekonferenz Fakten auf, die für ihn absolut fraglich erscheinen lassen, ob der Kriminalfall, wie von den Justizbehörden behauptet, wirklich aufgeklärt ist. Vieles weist für die beiden freiheitlichen Abgeordneten darauf hin, dass mehrere Täter involviert gewesen seien. Besonders die Rolle eines engen Freundes des Entführers sei hinterfragenswert. Hier führe die Spur in die Kinderschänderszene.

Auch die nachlässige Vorgehensweise der Polizei lässt viele Fragen offen. Weshalb beispielsweise konkreten Hinweisen auf den Täter und Spuren nicht nachgegangen wurde, oder weshalb während der Beweissicherung besagter Priklopil-Freund Beweismittel aus dem Haus entfernen durfte. Weiters fragt Strache, weshalb im Haus von vielen Gegenständen, sowie von Betten und Taschentüchern keine DNA-Spuren sicher gestellt wurden. Zudem ergeben sich auf Grund der Tatortbeschreibung massive Widersprüche zu den Aussagen des Opfers Natascha Kampusch.

Wurde Natascha Kampusch Mutter eines Kindes?

Belakowitsch-Jenewein berichtete, dass im Haus ein Buch über Säuglingspflege und eine Haarlocke gefunden wurden. Dies und der Umstand, dass Kampusch sich bei einem Arzt über die Nachweisbarkeit einer Geburt erkundigt hätte, weise auf die Geburt eines Kindes hin. In diesem Zusammenhang stellt die Abgeordnete die Frage, was mit diesem Kind geschehen sein könne. Zudem ginge aus einem Aktenvermerk hervor, dass sich in nahezu jedem Raum Kleidungsstücke und Utensilien von Natascha Kampusch fanden und auch sonstige Spuren darauf hinwiesen, dass sich Kampusch im Haus relativ frei bewegt haben muss. Zudem hätte das Entführungsopfer mehrere Möglichkeiten zur Flucht gehabt, diese aber nicht genutzt. Aus den widersprüchlichen und stereotypen Aussagen Kampuschs lasse sich erkennen, dass sie sich massiv unter Druck befinde.

Als weiteren Kritikpunkt an den Ermittlungen führte Belakowitsch-Jenewein die nicht näher untersuchten Konten des Entführers an, der nachweislich bei zwei Bankinstituten ein Girokonto besaß. Zudem wurden bei Priklopil Sparbücher sowie ein Wertpapierdepotkonto nachgewiesen. Damit ist für die FPÖ-Abgeordnete zumindest die Mär' vom misstrauischen Entführer, der mit Banken nichts zu tun haben wollte, vom Tisch.

Strache glaubt an mächtige Kreise, nicht an Zufälle

Strache vermutet ein Interesse mächtiger Kreise dahinter, dass vielen Spuren nicht nachgegangen wurde und dass es geradezu methodisch zu Ermittlungspannen kam. An Zufälle glaube er nicht.

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