Niederlande: Gescheiterte Integration von Regierung anerkannt

In vielen niederländischen Städten bereiten Marokkaner dem Staat größte Probleme: Über 40 Prozent der jungen marokkanischen Männer gerieten dort in den letzten fünf Jahren ein- oder mehrmals in Konflikt mit dem Gesetz. Spitzenreiter ist die Stadt Den Bosch mit 47,7 Prozent. Dies hat ein Forschungsinstitut der Erasmus-Universität im Auftrag des Innenministeriums ermittelt.

Seit mehreren Jahren steigt der Prozentsatz der polizeibekannten jungen Marokkaner stetig. Es besteht eine enorme Diskrepanz zu den einheimischen jungen Männern, von denen nur 13 % in Konflikt mit dem Gesetz geraten waren. Ebenso verhält es sich unter weiblichen Jugendlichen: 10 % der Marokkanerinnen (in der Stadt Groningen ist es jede Vierte) und 3 % der Inländerinnen wurden bisher kriminell.

Der Großteil der kriminellen Marokkaner wurde in Holland geboren. Es kann also nicht von einer Integration die Rede sein, die nach mehreren Generationen zunehmen würde, womit auch der Ansatz der Multikulturalität als gescheitert erklärt werden kann. Laut der holländischen Journalistin Fleur Jurgens, die das Buch „Das Marokkanerdrama“ verfasste, sind zwei Gruppen an diesem Desaster schuld: Einerseits die Marokkaner selbst, welche behaupten, die Holländer seien für deren Hintergründe verantwortlich; andererseits die linken Multikulturalisten, die die Marokkaner als hilflose Opfer einer ungerechten Gesellschaft darstellten.

Millionen verpulvert, Kriminalität steigt weiter

Anfang 2009 beschloss die holländische Regierung, 22 sogenannte „Marokkanische Gemeinden“ mit der höchsten Anzahl jugendlicher Krimineller durch das Programm „Marokkanische Jugend in Gefahr“ über vier Jahre hinweg mit insgesamt 32 Millionen Euro zu fördern. In dieser Zeit ist die Kriminalitätsrate der dort wohnenden Jugendlichen jedoch noch weiter angestiegen. Es wurden unter anderem „Familiencoaches“ und „Street Coaches“ angeheutert, die Jugendliche und ihre Familien beraten sollten – es stellte sich jedoch heraus, dass diese Betreuer am Multikulturalismus festhielten, anstatt Verbrechen zu verhindern und beispielsweise die marokkanischen Jugendlichen beim Vermeiden von Strafzahlungen unterstützten.

Eine andere Studie mit dem Titel „Kriminalität, Migration und ethnische Zugehörigkeit“ stellt eine direkte Verbindung zwischen Kriminalität in den Niederlanden und islamischer Immigration her. Die holländische Regierung reagiert: Ein Brief des Innenministers kündigt einen neuen Integrationsplan an, der mehr Anforderungen (zum Beispiel das verpflichtende Erlernen der holländischen Sprache) an die Einwanderer stellt und härtere Maßnahmen gegen Gesetzesverstöße vorsieht: „Die Regierung teilt die soziale Unzufriedenheit mit dem multikulturellen Gesellschaftsmodell. Im neuen Integrationssystem spielen die holländischen Werte eine zentrale Rolle. Mit diesem Wandel entfernt sich die Regierung vom Modell einer multikulturellen Gesellschaft“.

Immer mehr Holländer wandern aus

Wurden diese richtigen Maßnahmen zu spät getroffen? Viele Holländer siedeln sich in der Hoffnung auf ein besseres Leben in anderen Ländern an. Alleine in der ersten Hälfte des Jahres 2011 haben 58.000 Menschen Holland verlassen – die meisten von ihnen waren Einheimische.

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