SPÖ-Abgeordnete Elisabeth Hakel als Lobbyistin

HakelDie SPÖ ist die „Lobbyingfraktion“ im österreichischen Nationalrat. Abgeordnete wie der rote Justizsprecher und Anwalt Johannes Jarolim oder der Unternehmensberater Kurt Gartlehner üben das Geschäft parallel zu ihrem Abgeordnetenmandat aus. Die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas wiederum hat finanzielle Zuwendungen vom Lobbyisten Peter Hochegger erhalten. Und die SPÖ-Nationalratspräsidentin Barbara Prammer unterhält Geschäftsbeziehungen zum roten Lobbyingunternehmen IOS Management. Damit nicht genug, kommt auch eine langjährige ehemalige Mitarbeiterin der roten Präsidentin aus dem Lobbyinggeschäft und betreibt dieses offensichtlich noch heute. Elisabeth Hakel, heute ebenfalls im Nationalrat, hat sich dem Lobbying für diverse Wirtschaftszweige verschrieben. Gelernt hatte sie dies unter anderem beim SPÖ-Cheflobbyisten und ehemaligen Vranitzky-Sekretär Karl Krammer.

Rote Parteifunktionärin von Jugend an

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In Politik und Lobbying bestens eingeschult: Elisabeth Hakel.
Foto: © Parlamentsdirektion / Mike Ranz

Als Tochter des SPÖ-Bürgermeisters der steirischen Bezirksstadt Liezen war Elisabeth Hakel bereits von Jugend an rote Parteifunktionärin. In den Jahren 1995 bis 1998 Vorsitzende der Jungen Generation der SPÖ Liezen sowie 1998 bis 2000 Bundesgeschäftsführerin der Jungen Generation in der SPÖ. Im Jahr 2000 wechselte Hakel als parlamentarische Mitarbeiterin zum früheren roten Innen-, Wissenschafts- und Verkehrsminister Caspar Einem. Ab 2002 war sie in gleicher Verwendung bei der SPÖ-Abgeordneten Elisabeth Grossmann tätig.

Lobbying-Ausbildung bei Karl Krammer

2005 stieg Hakel parallel zu ihrer Tätigkeit als parlamentarische Mitarbeiterin als PR-Beraterin und Lobbyistin in die Firma Krammer Consultants Politics & Media des ehemaligen Pressesprechers und Kabinettschefs von SPÖ-Bundeskanzler Franz Vranitzky, Karl Krammer, ein. In Hakels Zeit bei Krammer Cosultants kümmerte sich Krammer vor allem als Chef des SPÖ-Freundeskreises im ORF-Stiftungsrat um die Bestellung seines Parteifreundes Alexander Wrabetz zum ORF-Generaldirektor. Daneben ist er seit vielen Jahren für die italienische Telefonica, lange Jahre Miteigentümer der österreichischen Telekom tätig. Hakel traf dort also auf einen Lehrmeister der besonderen Art in den Geschäften des roten Lobbyismus.

SPÖ-Abgeordnete wirbt für Wirtschaftsbetriebe

Diese Tätigkeit bei Krammer Consultants hat Hakel offensichtlich so inspiriert, dass sie nach einer kurzen Tätigkeit als Pressereferentin bei Nationalratspräsidentin Barbara Prammer im Jahr 2008, nachdem sie zur Nationalratsabgeordneten gewählt worden war, selbst das Lobbyingeschäft entdeckte. Auf ihrer Webseite wirbt Hakel als Abgeordnete für eine ganze Reihe von Privatfirmen, so etwa die Firmen Blumenkraft, Babette's Spice and Books for Cooks, das Lokal Neni oder für diverse Hotelbetriebe. Ob und in welcher Art und Weise damit Gegenleistungen für die SPÖ-Abgeordnete verbunden sind, lässt Hakel – eben ganz gelernte Lobbyistin – im Dunkeln.

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