Weiterhin Triple A für Österreich durch Moodys

faymann-spindlegger Noch einmal davon gekommen ist Österreich im Rahmen der Bewertung durch die US-Ratingagentur Moody´s. In der jüngst veröffentlichten Analyse gibt die US-Ratingagentur Österreich weiterhin die höchste Note AAA. Somit behält die Alpenrepublik die Bestnote und damit eine gute Kreditwürdigkeit. Als Pluspunkte werden von den Analysten unter anderem die gut strukturierte Volkswirtschaft, die niedrige Arbeitslosigkeit sowie die angekündigte Schuldenbremse angeführt. Auch die gut ausgebildeten Arbeitskräfte und die starke Exportwirtschaft sind Argumente für das Triple A.

Gute Bewertung, aber Zweifel an Strukturreformen

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Österreich behält Bestnote, doch die Regierung muss nun dringend handeln.
Foto: SPÖ Presse und Kommunikation / flickr / (CC BY-ND 2.0)

Die derzeit gute Bewertung für die zukünftige Entwicklung Österreichs ist allerdings alles andere als ein Freibrief für die Bundesregierung. Ganz im Gegenteil, knüpft Moody´s doch an die Note AAA die Erwartung konkreter Strukturreformen bei der Budgetpolitik, bei der Verwaltungsreform und der Herstellung tauglicher Fundamente für eine positive Wirtschaftsentwicklung So wird für 2017 eine Neuverschuldung von lediglich 0,35 Prozent angestrebt. Um dies zu erreichen, sind massive Einschnitte notwendig, für die derzeit allerdings SPÖ und ÖVP keinerlei echten Reformwillen aufbringen. Aktuell sind sich die Regierungsparteien weder in Sachen Schuldenbremse, noch bei der Budgetkonsolidierung oder bei einer zukünftigen Steuer- und Abgabenpolitik einig. Vielmehr werden die alten Besitzstände der jeweils eigenen politischen Anhängerschaft verteidigt. Somit ist ein Erfolg und die Beibehaltung der Note AAA für die Zukunft keineswegs gesichert.

Nachbarland Slowenien wurde herabgestuft

Wie schnell man im Ranking zurückfallen kann, hat nunmehr Österreichs Nachbarland Slowenien erfahren müssen. Moody´s. bewertet langfristige Schuldverschreibungen Sloweniens ab sofort nur mehr mit der Note A1. Begründet wird die Herabstufung mit dem Vorhalt, dass das Land weiteres Geld zur Stabilisierung des Bankensektors ausgeben müsse. Dies hängt mit der Schuldenkrise in der Euro-Zone zusammen, der Slowenien angehört, sowie mit dem Engagement des slowenischen Bankensektors auf dem Balkan. Zudem werden Slowenien mangelnde Reformen im Staatshaushalt und bei der Pensionsreform angekreidet.

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