Entlastungsoffensive für Sohn Niko durch NEWS-Pelinka

Peter PelinkaEinen Verteidiger der besonderen Art hat nun der Chefredakteur des Nachrichtenmagazins NEWS, Peter Pelinka, für seinen beruflich und politisch in Bedrängnis gekommenen Sohn Niko aufgetrieben. Bereits im Leitartikel des aktuellen Heftes moderiert er das für den sozialdemokratischen Familienclan Pelinka höchst unangenehme Thema der ORF– Büroleiterbesetzung ein: “Viel Sorge (berechtigt bei den ORF-Kollegen) haben angekündigte Personalwechsel im ORF ausgelöst.  Dazu auch ein Gastkommentar vom Wiener Publizistik-Professor Fritz Hausjell.“ Und weiter: „Mein in die Causa höchst involvierter Sohn lebt, denkt und handelt seit acht Jahren völlig eigenständig. Gott sei Dank.“ Mit dieser Einleitung hat Peter Pelinka wohl selbst ein Musterbeispiel der linken Dialektik abgegeben. Denn er, sein Sohn und der als Experte verkaufte Publizistik-Professor Hausjell sind tiefrote Parteigänger und SPÖ-Genossen, die seit vielen Jahren im Biotop des sozialdemokratischen Machtapparats groß geworden sind.

Fritz Hausjell kritisiert die Kritiker

Peter Pelinka

Peter Pelinka

Peter Pelinka betont die Selbständigkeit seines Sohnes, springt ihm
jedoch gleichzeitig publizistisch zur Seite.
Foto: News GmbH / Roman Zach-Kiesling

Fritz Hausjell, beklagt in NEWS unter dem Titel „Der ORF und seine Feindbilder“ die „teils heftige Aufregung um Personalbestellungen im öffentlich-rechtlichen Sender.“ Ohne die Causa Prima der angestrebten Bestellung des SPÖ-Fraktionsführers im ORF-Stiftungsrats zum Generaldirektionsbüroleiter tatsächlich anzusprechen, kritisiert Publizistik-Professor Hausjell die Kritik an dieser Vorgangsweise. Nahezu ein Drittel des Artikels wird dazu verwendet „Fremdkritik“ zu üben, das heißt, die von Redakteuren der Presse und der Kronen Zeitung in der Vergangenheit an der „Persönlichkeit“ des NEWS-Chefredakteurssohn Niko Pelinka geäusserten Zweifel zu verdammen. So werden die Prädikate „sozialdemokratischer KinderbrigadistV (Christian Ortner, Presse), „journalistische Nullen wie das Pelinka-Burli“(Michael Jeannee, Kronen Zeitung), „Kindersoldatenspezialkommando der SPÖ (Michael Fleischhacker, Presse)“ usw. durch den Herrn Professor heftig kritisiert.

Spitzenfunktionär des roten BSA

Dass Peter Pelinka den Publizistik-Professor Fritz Hausjell zum akademischen Chefverteidiger seines Sohnes ausrücken lässt, zeugt zwar von mangelndem persönlichem Mut, aber keineswegs von mangelnder politischer Strategie. Da man sich im Hause Pelinka und der SPÖ offensichtlich nicht getraut hat, einen tatsächlich unabhängigen Medienexperten zu diesem Thema in NEWS schreiben zu lassen, machte man sich in der eigenen Partei auf die Suche nach dem Produzenten einer entsprechenden „Wortspende“. Diesen Auftragnehmer fand man in der Person von Fritz Hausjell. Hausjell ist Vorstandsmitglied der Fachgruppe Medienberufe im Bund Sozialdemokratischer Akademiker. Bei ihm war sich Chefredakteur Pelinka über die Beurteilung der Karriere des Sohnes offensichtlich sicher. Als gestandener Genosse weiß Hausjell um die Vorteile des Marsches durch die Institutionen seit vielen Jahren Bescheid. Und schließlich geht es ja auch um die eigene Karriere, ist Pelinka doch als Moderator der Sendung „Zur Sache“ selbst höchst daran interessiert, dass Sozialdemokratie und Familie in der Chefetage des öffentlich-rechtlichen ORF auch zukünftig einen maßgeblichen Einfluss haben. Damit nicht genug, hat auch das unter der Quasi-Herausgeberschaft des roten Bundeskanzleramtes erscheinende Staatsblatt Wiener Zeitung dem roten Professor eine Bühne für die Pflichtverteidigung von Niko Pelinka gegeben.


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