260.000 Euro Integrationsförderung für Kulturvereine

Claudia SchmiedNeben den linken Kulturzentren Amerlinghaus und SOHO Ottakring kassieren auch andere Kulturveranstalter kräftig unter dem Titel „Integration“ Subventionen aus öffentlichen Mitteln. Insgesamt ging es dabei im Jahr 2010 um eine Summe von nicht weniger als 260.000 Euro.

Unterrichtsministerium förderte migrantische Kulturvereine

Im Einzelnen wurden folgende Mittel für „Integrationsprojekte“ durch das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur ausgeschüttet

  • Akademie Graz: „Romale 10“ – Ausstellung internationaler Roma-KünstlerInnen inkl. öffentlicher Diskussionen; gesamt für zwei Jahre: 35.000 Euro, davon ausbezahlt 2010: 20.000 Euro
  • Kulturverein 21: „Into the City“ – interkulturelles Rahmenprogramm zu den Wiener Festwochen; 40.000 Euro
  • Kulturverein COCON: „WUT.zur.Heimat.AT“ – Theaterproduktion mit SchauspielerInnen mit migrantischem Hintergrund; 12.000 Euro
  • Verein Projekt Theater Wien: „Integrative Kulturprojekte“ – Projekte im öffentlichen Raum zu Empowerment von MigrantInnen und Asylsuchenden; 20.000 Euro
  • Verein Gartenpolylog – GärtnerInnen der Welt kooperieren: „Nachbarschaftsgarten Macondo“ in der Flüchtlingssiedlung Wien-Simmering mit integrativem Kulturprogramm für Jung und Alt: 18.500 Euro
  • Verein Exil-Edition Exil: „roma.holocaust.now“ – Musiktheater von Roma-Musikern; 10,000 Euro
  • Interkult-Theater – Verein zur kulturellen Förderung: Jahresprogramm; 15.000 Euro
  • Interkulturelles Kultur- und Kommunikationszentrum: Jahresprogramm; 6.000 Euro
  • African Cultural Promotion Vienna: Afrikanisches Kulturfestival; 6.000 Euro
  • Lalish-Theaterlabor: Interkulturelle Dialoge; 5.000 Euro
  • Verein MAIZ – Autonomes Integrationszentrum von und für Migrantinnen: Projekt „Wer hat Angst vor Linz?“; 5.000 Euro
Claudia Schmied

Claudia Schmied

Gibt aus allen Töpfen gerne an Migranten: Kulturministerin Schmied.
Foto: SPÖ Presse und Kommunikation / flickr

Zusätzlich wurden unter dem Titel„outstanding artist award – interkultureller Dialog 2010“ noch zwei Preise im Wert von jeweils 8.000 Euro vergeben an den Verein Cabula6 für das Projekt „Life on Earth“ – gärtnerische und kulturelle Communitywork im Flüchtlingsdorf Macondo in Wien-Simmering sowie für Nina Kusturica und ihren Film „Little Alien“, der die Geschichte von unbegleiteten jugendlichen Flüchtlingen erzählt. Und für ein EU-Projekt namens "Romanistan Crossing Spaces in Europe", das sich besonders der gesellschaftspolitischen und sozialen Situation der Roma-Zigeuner widmet, gab's auch noch Geld.

Als würde so noch nicht genug Geld in teils recht merkwürdige Projekte der kulturellen "Integration" fließen, bemüht sich Kulturministerin Claudia Schmied, wie sie in der Anfragebeantwortung hervorhebt, "auch bei den nicht einschlägigen Projekten, Kinder und Jugendliche sowie Menschen mit Migrationshintergund verstärkt einzubeziehen, bzw. anzusprechen".

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