Uniformverbot bei WKR-Ball: Degradierung droht

BildDer verbissene Kampf linker und linksextremer Kreise gegen die Wiener Korporationsball (WKR-Ball) am 27. Jänner 2012 in der Wiener Hofburg treibt immer seltsamere Blüten. Nachdem die Betriebsgesellschaft der Hofburg angesichts des massiven Drucks in die Knie gegangen war und weitere Bälle ab 2013 nicht mehr veranstalten will, verbietet nun Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) den Bundesheer-Angehörigen, den Ball in Uniform zu besuchen.

Uniformverbot

Uniformverbot

Tanzen in Uniform ist Bundesheerangehörigen
beim diesjährigen WKR-Ball verboten.
Foto: Bundesheer / Dragan Tatic

Stilgerecht wird die Ankündigung über den Standard transportiert, der sich als Propagandablatt der Ballgegner positioniert hat. Man wolle "nicht den Anschein erwecken, dass das österreichische Bundesheer derartiges Gedankengut unterstützt", begründet Darabos das Verbot dort. Im Klartext heißt dies, dass das Militärkommando die Genehmigung, die Ausgehuniformen beim Ball tragen zu dürfen, nicht erteilen darf. Angedroht werden auch Strafen, die vor allem für Angehörige der Miliz drastisch ausfallen könnten. Für diese ist nämlich nur die Degradierung als Strafe vorgesehen und die erfolgt grundsätzlich auf den niedrigsten Rang, den des Rekruten.

Soldaten wollen sich der Weisung widersetzen

Dass sich einzelne Heeresangehörige dem Verbot widersetzen werden, darf angenommen werden, wie Unzensuriert.at von einzelnen Stammgästen des Balles aus den Reihen des Bundesheeres erfahren hat. Allfällige Degradierungen könnten spannende Auswirkungen haben, insbesondere dann wenn die Betroffenen Leitungsfunktionen innerhalb des Bundesheeres innehaben. Darabos‘ ideologisch motivierter Vorstoß würde dann auch die Organisation des Heeres gehörig durcheinander wirbeln, in einzelnen Truppenteilen vermutlich gänzlich lahmlegen, wenn das Verbot gänzlich ignoriert werden sollte. Ähnlich wie gegen die Ausladung des WKR-Balls ist auch gegen diese Darabos-Entscheidung eine Protestwelle geplant. Betroffene Offiziere rufen die Bürger dazu auf, ihren Protest schriftlich an folgende Adressen zu richten:

FPÖ: Minister in Geiselhaft der Linksextremen

Besonders groß ist die Liebe zum Heer nach den andauernden Kapriolen des Ministers in Koporationskreisen indessen ohnehin nicht mehr. Der Wiener FPÖ-Landtagsabgeordnete und General Wolfgang Jung erklärt in einer Reaktion etwa: "Ich habe seit meinem Eintritt ins Bundesheer 1967 bisher alle Bälle im In- und Ausland in Uniform besucht, wie tausende andere Soldaten auch. Der Smoking oder Frack erspart mir jetzt wenigstens Diskussionen über den traurigen Zustand des Heeres, auf den man in Uniform sonst unweigerlich angesprochen wird." Der FPÖ-Wehrsprecher im Nationalrat, Peter Fichtenbauer, griff Darabos ebenfalls scharf an: "Der Minister begibt sich in die Geiselhaft der Linksextremen, von denen die antidemokratische Agitation hinausgetragen wird.“ Fichtenbauer sprach in Zusammenhang mit dem Uniformtrageverbot von einem „Missgriff“, Darabos wäre wohlberaten, darauf zu verzichten. Die Israelitische Kultusgemeinde, die sich in die Phalanx diverser linksextremistischer Organisationen gegen den Ball eingereiht hat, reagierte verschnupft: Fichtenbauer schlage unter dem Schutz der Immunität um sich, beklagte man in einer Presseaussendung.

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