Nur noch ein Drittel Katholiken – Kirchen sperren zu

Kirchenstühle Der muslimische Glaube ist im bevölkerungsreichsten Bezirk Wiens, Favoriten, schon mehr verbreitet als der katholische. Von den rund 180.000 Bewohnern sind nur noch ein Drittel Katholiken, überhaupt nur vier Prozent gehen zum Gottesdienst. Kardinal Christoph Schönborn bezeichnet die Überfremdung des 10. Bezirks als „Zeitenwende“ und „Wandel in der Gesellschaft“. Die Folge: Jetzt sollen Kirchen geschlossen werden.

Kirchenstühle

Kirchenstühle

Die Kirchenstühle haben in Favoriten bald ausgedient. Hier leben schon
mehr Menschen mit islamischem als mit katholischem Glauben.
Foto: Anomieus / flickr  (CC BY-NC-ND 2.0)

Die Schenkung der Kirche in Neulerchenfeld (Ottakring) an die serbisch-orthodoxen Christen im Dezember des Vorjahres war nur der Anfang eines Programms, das die Erzdiözese Wien verfolgt. Das Konzept nennt sich „Apostel 2.1“ und hat das Ziel, „unrentable“ Kirchen loszuwerden. Das Dekanat Favoriten wurde beauftragt, ein Modell für eine Neuordnung zu entwickeln. Schönborn schmerzt dieser Weg, wie er in einer Pressekonferenz kundtat, aber: „Wir sehen heute, dass die Konstantinische Zeit der Kirche zu Ende ist. Diese Ära war geprägt von der Idee der Staatsreligion, in die man hineingeboren wird und sein Leben lang bleibt.“ Diese Zeiten seien vorbei. In der freiheitsliebenden Gesellschaft biete sich eine „Fülle an Möglichkeiten“: „In dieser Funktion ist die Kirche nur ein Player unter vielen anderen.“

Moscheen statt Kirchen im Stadtbild

Unter den  „vielen anderen“ sticht vor allem der Islam hervor. Diese Religion hat den bevölkerungsstärksten Bezirk Wiens offenbar bereits im Griff. So könnte es durchaus sein, dass statt den Kirchen künftig Moscheen das Stadtbild in Favoriten bestimmen. Der ORF sprach diese Tandenz nicht einmal an. Wien-Heute-Chefredakteur Paul Tesarek erwähnte dies mit keiner Silbe. Schon gar nicht, dass die zügellose Zuwanderung der rot-grünen Stadtregierung dazu führte, dass eine Mehrzahl von türkischstämmigen Menschen zur Überfremdung in einem ursprünglich typischen Wiener Bezirk führte. Eine „Zeitenwende“, wie Schönborn sagte, die jetzt auch die Katholiken zu spüren bekommen.


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