Zur Zeit: Bürgerrechte, Terror und Kommunismus in Südafrika

BildDie von Andreas Mölzer herausgebene Publikation Zur Zeit hat mit Anfang des Jahres endgültig den Umstieg von der Wochenzeitung zum moderneren Wochenmagazin gewagt. Wie gewohnt am Freitag trifft die Zeitung bei den Abonnenten, aber auch in den Trafiken und an den Zeitungskiosken ein. Neu ist eine E-Paper-Version. Und neu ist auch, dass auf Unzensuriert.at wöchentlich einige Höhepunkte aus Zur Zeit angekündigt und vorgestellt werden. Diesmal widmet sich das Magazin unter anderem dem Afrikanischen Nationalkongresses.

Nelson Mandela

Nelson Mandela

Nelson Mandela wurde nach dem Ende der Apartheid
vom Anführer des verbotenen ANC zum Präsidenten.
Foto: Agência Brasil / Wikimedia (CC BY 3.0)

In Südafrika wurde 1912 eine Organisation gegründet, die Schwarzen zu mehr Rechten verhelfen sollte. Seit damals wurde die Vorgehensweise des "South African Native National Congress" (SANNC), der sich später in "African National Congress" (ANC) umbenannte, immer radikaler. Zur Zeit erzählt die Geschichte einer Bürgerrechtsbewegung, die von einer verfassungskonformen Organisation der schwarzen Elite bis hin zu kommunistischem Terror führte.

Zunächst waren im SANNC noch Menschen aller Hautfarben und Religionen willkommen, um sich gegen die Regierungspolitik der britischen Besatzer auszusprechen. Doch seit der Umbenennung 1923 wandelte sich der Congress immer deutlicher zu einer Massenpartei, die beispielsweise Streiks organisierte, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern, und sich immer mehr der lokalen kommunistischen Partei annäherte. Obwohl 1946, zwei Jahre vor Beginn der Apartheid, bis zu 700.000 Afrikaner an den Demonstrationen teilnahmen, waren etliche Menschen (darunter auch viele Schwarze) mit der Politik des ANC nicht einverstanden.

Als 1959 der "Pan Africanist Congress" gegründet wurde, war es mit der Toleranz endgültig vorbei – man lehnte jede Zusammenarbeit mit Weißen ab. Darauf folgten blutige Zusammenstöße mit der Polizei und der öffentliche Widerstand gegen die damaligen Passgesetze, die Schwarze außerhalb ihrer zugewiesenen Siedlungsräume zum Tragen eines Ausweises verpflichteten. Die Regierung antwortete darauf, nachdem andere Versuche, die Lage unter Kontrolle zu bringen, erfolglos blieben, mit einem Verbot des ANC sowie des PAC. Somit begann der Rückzug der Organisationen in den Untergrund und der Wandel zur Terrorgruppe.

Mehr über die Entwicklung der anfänglichen Bürgerrechtsbewegung, über den Einfluss des Kommunismus in Afrika sowie die Vorgehensweise der Terroristen erfahren sie ab im aktuellen Zur Zeit-Magazin.

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