Burgenländer zahlten Luxus-Party für Serafin

Harald SerafinDie burgenländischen Freiheitlichen haben ihre Presseaussendung dem Themenbereich „Schweinerei“ zugeordnet, so groß ist die Wut des FP-Landesparteisekretärs Géza Molnár über ein luxuriöses Fest in der Wiener Hofburg: Dort feierte Mörbisch-Intendant Harald Serafin ein Geburtstagsfest mit 200 geladenen Gästen. Wie jetzt bekannt wurde, auf Kosten der burgenländischen Steuerzahler.

Harald Serafin

Harald Serafin

Harald Serafin spielt auf der Bühne den "General", hat er auch bei den
burgeländischen SPÖ-ÖVP-Politikern das Zepter in der Hand?
Foto: VIPinArt2010 / flickr (CC BY-NC 2.0)

Die Freiheitlichen üben heftigste Kritik an SPÖ-Landeshauptmann Hans Niessl und seinem Stellvertreter Franz Steindl (ÖVP), die dieses Fest in Wien durch Land Burgenland und Burgenland Tourismus ausrichten ließen. „Natürlich könnte die großzügige Einladung des Landes auch Teil eines politischen Geschäftes sein. Immerhin war der Jubilar 2010 bereit, dem Personenkomitee für die Wiederwahl des SPÖ-Landeshauptmannes öffentlichkeitswirksam beizutreten. Es gilt die Zufallsvermutung. Und die Unschuldsvermutung. Eh klar“, macht ein erboster Molnár seinem Ärger Luft.

Seine Wut ist verständlich. Bekommen die Freiheitlichen doch laufend Anrufe von Vätern und Müttern, „die uns um finanzielle Unterstützung bitten, weil sie Probleme haben, ihre Familien über Wasser zu halten“, sagt der FP-Landesparteisekretär. „Dauernd erklärt man den Bürgern, sie hätten über ihre Verhältnisse gelebt und müssten nun beim Sparen helfen. Und dann das!“ Ein Fest für Harald Serafin, das sich jeder wünschen würde: im luxuriösen Rahmen der ehrwürdigen Hofburg, mit 200 Gästen, einem künstlerischen Rahmenprogramm und sogar mit einer ORF-Moderatorin. Die Kosten für all das betragen wohl ein Vielfaches des Jahreseinkommens eines Durchschnittsbürgers.

Niessl und Steindl ohne Anstand und Moral

„Man muss zum Schluss kommen, dass die verantwortlichen Herrschaften – ob rot, ob schwarz – allesamt jeglichen Sinn für die Lebenswirklichkeit ihrer Landsleute verloren haben. Mit Anstand und Moral hat das alles nichts mehr zu tun“, beklagt FP-Landesparteisekretär Géza Molnár. Die Freiheitlichen kündigen an, der Sache auch auf parlamentarischem Wege auf den Grund gehen zu wollen. Molnár: „Wir werden das in den Landtag bringen und zwar mit Sicherheit. Die Burgenländer sollen erfahren, welche Unsummen Niessl und Co. für dieses Fest aus den Steuertöpfen gegrapscht haben.“

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