„Trete weiter ein für die Versammlungsfreiheit!“

BildDas eben bei den Abonnenten eingetroffene Unzensuriert-Magazin analysiert die Geschehnisse, die zur Ausladung des Wiener Korporationsballs aus der Hofburg geführt haben. Unter dem Titel „Zivil(versager)gesellschaft gegen Leistungsträger-Ball“ wird insbesondere auch die Rolle der Organisation „SOS Mitmensch“ beleuchtet. Über Hintergründe und Aussichten spricht Ballveranstalter Udo Guggenbichler. Der Wiener FPÖ-Landtagsabgeordnete ist seit sechs Jahren der Organisator des Wiener Korporationsballes. Trotz der Ausladung durch die Hofburg denkt er nicht ans Aufgeben.

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Udo Guggenbichler

Udo Guggenbichler

Ballorganisator Udo Guggenbichler.
Foto: Fayer

Wer steckt hinter der Ausladung des WKR-Balls ab 2013?
Udo Guggenbichler: Hier wurde von einigen Organisationen und öffentlich finanzierten Linken zum Marsch gegen bürgerliche Werte aufgerufen. Man gibt vor, gegen „Rechts“ zu sein, aber in Wahrheit sind viele dieser Akteure gegen das Kapital, gegen die Wirtschaft, gegen „Österreich und seine Fans“,…. Es ist eine endlose Liste an „Gegen…“, die wir in den letzten Jahren bei den Demonstrationen zu hören bekamen. Der Ball wird nur aus internen Mobilisierungsgründen der Linken vorgeschoben, denen es ansonsten sehr an Mobilisierungskraft fehlt, daher wurde (nachdem die Opernballdemo eingeschlafen ist) der WKR-Ball auserkoren. Die vorgeschobenen Gründe sind vollkommen absurd!

Welche Reaktionen gab es auf die Hofburg-Entscheidung, den Ball ab 2013 auszuladen?
Udo Guggenbichler: Da in diesem Fall – soweit ich weiß erstmalig in der Zweiten Republik – Handlungen gegen Organisationen gesetzt wurden, denen objektiv bis heute nichts vorgeworfen wurde, geht die Solidarisierungswelle weit über das korporierte Lager hinaus. Die Menschen sind erschüttert, dass so etwas in einer westlichen Demokratie möglich ist. Ich bin beeindruckt wie viele Unterstützer ihren Protest kundgetan haben.

Titelblatt Unzensuriert-Magazin 4

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Wie ist nun der Plan des Ballausschusses für 2013?
Udo Guggenbichler: Da wir in einem Rechtsstaat leben, bin ich überzeugt, dass hier noch nicht das letzte Wort gesprochen ist. Ich werde auf alle Fälle weiterhin für die Versammlungsfreiheit in unserem Land eintreten und dazu gehört auch die Veranstaltung von Bällen.

Was erwarten Sie vom WKR-Ball am 27. Jänner?
Udo Guggenbichler: Eine stilvolle Ballnacht wie in den letzten 58 Jahren auch! Ich freue mich auf viele Gäste, denen die Freiheitsrechte am Herzen liegen, wie sie im 19. Jahrhundert von den Korporationen maßgeblich mit erstritten wurden.

Wer sich bis 31. Jänner 2012 für ein Abonnement des Unzensuriert-Magazins entscheidet, erhält als Geschenk zusätzlich den Skandal-Klassiker von Martin Graf „Pleiten, Betrug und BAWAG“. Das aktuelle Heft beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der „Skandalrepublik Österreich“.

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