SPÖ soll endlich „Liste der Schande“ veröffentlichen

Michael HäuplDie vielen grauenhaften Missbrauchsfälle im roten Umfeld und die Tatsache, dass es auch konkrete Verdachtsfälle gegen zwei Wiener SPÖ-Gemeinderäte gibt, lassen tief blicken. Doch kann man die SPÖ genau so wenig pauschal als Kinderschänder-Partei bezeichnen wie die Katholische Kirche als eine solche Organisation. Was aber auffällt: Als die Missbrauchsfälle in der Kirche bekannt wurden, forderten die roten Funktionäre in parteinahen Medien am lautesten eine Entschuldigung des Papstes. Nach den Wiener Skandalen ist es aber still geworden, man fragt sich, wann sich Bürgermeister Michael Häupl endlich bei den Opfern entschuldigt.

Michael Häupl

Michael Häupl

Missbrauchsopfer warten auf eine Entschuldigung
von Bürgermeister Michael Häupl.
Foto: Werner Faymann / flickr (CC BY-ND 2.0)

Kommt es jetzt auch, wie schon bei den Katholiken, zu Massenaustritten bei den Sozialdemokraten? Wer will schon einer Partei angehören, in der sich hohe Funktionäre an Kinder vergreifen? Als Unzensuriert.at über die konkreten Fälle berichtete, postete ein Missbrauchsopfer folgendes: „Ich darf mich kurz vorstellen, aber mein Pseudonym beibehalten. Ich bin der Betroffene aus dem Lehrlingsheim Weidlingau, um den es hier geht. Meine Erfahrung mit dem oben genannten Täter ist mir in schlechter Erinnerung geblieben. Ich wurde sexuell missbraucht, um den Trieb des SPÖ-Funktionärs zu befriedigen. Er hatte mich mit den Worten, wenn du ned tust, was ich will, kummst nach KE (Kaiser Ebersdorf) oder nach Eggenburg (Lehrlingsheim für Schwererziehbare)…“

Kinder erpresst und brutal misshandelt

Unvorstellbar, wie brutal diese SPÖ-Funktionäre mit ihren wehrlosen kleinen Opfern umgegangen sein sollen. Sie wurden von den Peinigern, die ihre Macht ausspielten, mutmaßlich erpresst und schwerstens misshandelt. Wer nicht tat, was diese feinen Herren aus dem Wiener Rathaus angeblich wollten, wurde niedergemacht, physisch und psychisch. Da kann man nicht wegschauen, einfach zur Tagesordnung übergehen. Schon gar nicht, wenn der Vorwurf im Raum steht, dass konkret dieser von dem Betroffenen geschilderte Fall Bürgermeister Michael Häupl bekannt war. Das Opfer hatte sich an Häupl mit einem Brief gewandt, aber keine Antwort bekommen. Gegenüber dem Kurier behauptete der Bürgermeister dann, dass er die Sache bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige brachte. Diese wiederum sagte dem Kurier, dass es einen solchen Akt nicht gäbe.

Das war es auch schon, was die Öffentlichkeit in den Medien erfuhr. Keiner bohrte nach, verlangte von Bürgermeister Michael Häupl lückenlose Aufklärung, geschweige denn seinen Rücktritt. Warum wohl? Ein Politologe aus Deutschland schrieb in einem Gastkommentar im Standard, dass in Wien die Pressefreiheit einfach abgeschafft wurde. Wenn man die Berichterstattung rund um die Kindesmissbrauchsfälle im SPÖ-Umfeld ansieht, muss man ihm Recht geben. Eine Schande für die Medien, denen Inserate von der Stadt Wien offenbar wichtiger sind als die vielen, unschuldigen Kinder, die für SPÖ-Funktionäre zu Sexspielzeugen geworden sein sollen. SP-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter hat im Zuge der Diskussion über die Steuersünder analog zu Griechenland auch für Österreich eine „Liste der Schande“ gefordert. Wenn Herrn Kräuter die Moral und der Anstand so wichtig sind, sollte er von seinen Parteikollegen in Wien eine „Liste der Schande“ verlangen – mit all den Namen, die in der SPÖ als Kinderschänder ausgeforscht wurden und werden.

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