Bundeskanzleramt fördert rot-schwarzes Vereinsnetzwerk

Werner Faymann Wie notwendig die von der FPÖ geforderte Subventionsbremse ist, zeigen die Beantwortungen einer neuerlichen Serie parlamentarischer Anfragen zum Förder(un)wesen in Österreich. Diesmal geht es um die Unterstützung von Vereinen im Umfeld der Regierungsparteien SPÖ und ÖVP. Die einzelnen Ministerien hatten dabei einiges anzugeben. Den Beginn unserer Berichte machen wir mit dem Bundeskanzleramt. Geld von dort fließt in Jugendorganisation genauso wie in Pensionistenverbände. Neben der herkömmlichen Parteien- und Parteiakademieförderung werden hier parallel hunderttausende Euro ausgeschüttet.

Werner Faymann

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Kanzler Faymann zahlte reichlich an seine Genossen.
Foto: Werner Faymann / flickr

Einerseits wurden Subventionen und Förderungen direkt an das Vereinsnetzwerk gezahlt, andererseits floss auch Geld über die Schiene von Inseratenvergaben. So konnten einzelne Vereine in den Jahren 2006 bis 2011 gleich mehrfach gefördert werden. Im Umfeld der SPÖ wurden unter anderem die Kinderfreunde, die Sozialistische Jugend (SJ), der Pensionistenverband, der Bund Sozialistischen Freiheitskämpfer, der Verband Sozialistischer Studenten (VSStÖ) oder den ARBÖ kräftig gesponsert.

Die Kinderfreunde erhielten insgesamt rund 22.000 Euro, davon 15.000 für die Jubiläumsausstellung anlässlich ihres hundertjährigen Bestehens. Die SJ war mit gesamt 7000 Euro relativ günstig, ebenso wie die Freiheitskämpfer mit etwa 6000 Euro an Förderungen. 

Viele Inserate für rote Pensionisten

Wesentlich mehr Geld floss in den SPÖ-Pensionistenverband, der mit Inseraten zu unterschiedlichsten Themen bedacht wurde. Jeweils 18.900 Euro zahlte das Kanzleramt für Informationen zum Klimaschutz, zum Tierschutz und zur Deckelung der Medikamentenkosten. Inseriert wurde auch zum Lissabon-Vertrag und zur Fußball-EM 2008. Am kostspieligsten waren Einschaltung zum Thema "E-Government" für 31.500 Euro und zur EU für 33.000 Euro. Insgesamt erhielten die roten Senioren rund 158.000 aus dem Hause Faymann. Ebenfalls mit Inseraten wurden die Auofahrerorganisation ARBÖ und der die Studentenfraktion VSStÖ unterstützt.

Am teuersten ist jedoch die Bildung der Genossen. Das rote Renner-Institut kassierte Förderungen un in der Höhe von jeweils zwischen 3 und 3,5 Millionen Euro in den Jahren 2006 bis 2011, insgesamt mehr als 19 Millionen.

Geld aus dem Kanzleramt auch in die schwarze Reichshälfte

Nicht nur die roten, auch die schwarzen Vereine wurden aus dem Kanzleramt bedacht. Wer hier abkassierte, lesen Sie morgen.

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