London: Minderheiten verursachen Explosion der Geburtenrate

BildDer demografische Wandel Europas beginnt sich in London durch einen Baby-Boom zu realisieren: Dort gibt es 25 Prozent mehr Geburten als 2002, die Stadt stellt momentan 35 Prozent des gesamten natürlichen Bevölkerungswachstums Großbritanniens. Bis 2030 wird London laut den neuesten Berechnungen um eine Million Menschen mehr beherbergen. Verantwortlich für diesen enormen Anstieg sind die "ethnischen Minderheiten", die bis zu drei Viertel der Neugeborenen stellen werden.

 

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In London gibt es bis zu 40% mehr Neugeborene als vor 5 Jahren.
Foto: Ernest F / wikimedia / (CC BY-SA 3.0)

Am höchsten ist das Wachstum im Stadtteil Barking and Dagenham, wo die Bevölkerungsstatistik 11 % Schwarze – größtenteils Nigerianer – ausweist. Diese Bevölkerungsgruppe ist seit 2001 um 70 % gewachsen. Auch die aus Bangladesch stammende, meist muslimische Bevölkerung wächst dort rasant. Seit 2001 hat sie sich mehr als verdreifacht. Neben dem natürlichen Wachstum ziehen auch viele Familien aus den inneren Bezirken in die Randbezirke um, die sich das Wohnen sonst nicht mehr leisten könnten.

In mehr als zehn Bezirken gibt es einen Anstieg an Neugeborenen um mindesten 20 Prozent innerhalb der letzten fünf Jahre. Dies wird in Kürze zu einer Knappheit an Schulplätzen führen. Großbritannien hat bereits angefangen, mit Förderungen dagegenzusteuern, die Maßnahmen werden jedoch bei weitem nicht ausreichen. Um für weitere Schulen zu sorgen, wurde in der Zwischenzeit das Straßenbaubudget angezapft, auch Amtsgebäude wurden umgebaut.

Krankenhäuser überfüllt, Müttersterblichkeit steigt

Der sprunghafte Geburtenanstieg wirkt sich auch auf die öffentliche Gesundheit aus. Viele Krankenhäuser müssen mehr Geburten pro Jahr behandeln, als ihre Kapazität eigentlich erlauben würde. Die kulturelle Gewohnheit vieler Einwanderinnen, mit der Ankündigung ihrer Schwangerschaft bis kurz vor der Geburt zu warten, hat in London einen deutlichen Anstieg in der Müttersterblichkeit verursacht.

Die Geburtenrate bereitet der Stadtplanung Sorgen: Bisher war der Plan auf die Entwicklung  einer typischen Industrienation mit abnehmenden Geburten und wirtschaftlichem Reichtum ausgelegt. Die Wirtschaftskrise und die vielen Geburten lassen die Zukunft von Gewsundheitswesen, Bildung und Wohnbau ungewiss erscheinen.

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