Pröll und Fekter inserieren gerne bei schwarzen Freunden

Maria FekterSeit der Übernahme des Finanzressorts durch den ehemaligen ÖVP-Bundesparteiobmann und Vizekanzler Josef Pröll sprudelten auch dort die Inseratenaufträge an ÖVP-Teilorganisationen bzw. ÖVP-nahe Vereinigungen kräftig. Neben den ÖVP-Teilorganisationen Wirtschaftsbund und Bauernbund wurden auch der Seniorenbund sowie der Cartellverband (CV) und der Mittelschülerkartellverband (MKV) durch das Bundesministerium für Finanzen unterstützt. Eine oppostionelle Anfrage brachte dies nun ans Tageslicht.

Bauernbund als Hauptprofiteur der Inseratenflut

Maria Fekter

Maria Fekter

Inseriert gern bei Freunden: Finanzministerin Maria Fekter.
Foto: ÖVP online / flickr

Der Wirtschaftsbund erhielt in den Jahren 2009 und 2010 Inseratenaufträge über 7.030,80 Euro unter dem Titel „Spendenabsetzbarkeit’“ und 6.300 Euro unter dem Titel „Finanzonline“. Daneben wurde auch das ÖVP-nahe Hilfswerk 2010 mit 4.476,78 Euro und 2011 mit 4.299,75 Euro für Inserate versorgt. Neben dem ÖVP-Wirtschaftsbund wurde auch Josef Prölls politische Heimat, der Bauernbund kräftig aus den Töpfen des Bundesministeriums für Finanzen mit Inseratenaufträgen bedient.  2009 erhielt der Bauernbund via Bauernzeitung 10.139,02 unter dem Titel „Steuerreform“ sowie 8.148,08 unter dem Titel „Spendenabsetzbarkeit“. 2010 vervielfachten sich diese Beträge, es wurden insgesamt fünf Inseratenaufträge mit einem Gesamtvolumen von 54.000 Euro in der Bauernbundzeitung platziert. Das Budgetjahr 2011 brachte noch einmal knappe 34.000 Euro für den ÖVP-Bauernflügel, hier mussten die „Pflegefinanzierung“ und wiederum die „Spendenabsetzbarkeit“  als Argumente für das Inseratengeschäft herhalten.

Auch Andreas Khols Seniorenbund erhielt Inserate

Ab 2010 erhielt auch der ÖVP-Seniorenbund unter der Leitung von Ex-Nationalratspräsident Andreas Khol Unterstützung durch die Parteifreunde im Finanzministerium. So schlugen sich Inserate für die Seniorenbundzeitung im Jahre 2010 gleich mit 27.000 Euro zu Buch. 2011 kamen noch einmal 23.688 Euro für Bundesländerpublikationen des Seniorenbunds dazu.

MKV und CV ebenfalls als Werbeträger identifiziert

Aber nicht nur die ÖVP-Teilorganisationen Wirtschaftsbund, Bauernbund und Seniorenbund freuen sich seit 2009 über die großzügige Inseratenvergabe durch das BMF. Auch die ÖVP-nahen Mittelschüler- und Akademikerverbände MKV und CV verfügen seit der Ministerschaft von Josef Pröll über vielfältige Inseratenaufträge. Im Jahr 2009 wurden an den MKV rund 8.500 Euro und an den CV 7.000 Euro bezahlt. 2010 erhielt der MKV 4.000 Euro und für den CV knape 5.000 Euro. 2011 wurde noch einmal für  insgesamt 16.000 Euro in den Publikationen dieser Organisationen inseriert.

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